Bodensee Einheitsklasse – 1. Event der Segelsaison 2015
(von Christian Rau)

Foto-Diederich: Start J70 vor Lindau beim 1. Bodensee Battle 2015

Foto-Diederich: Start J70 vor Lindau beim 1. Bodensee Battle 2015

2 – 3 Windstärken. Am Start 20 Boote aus ganz Deutschland, davon 8 Bundes-Ligaclubs mit den Topmannschaften.

Eine super Entwicklung für das 2. Jahr Bodensee Einheitsklasse. Wettfahrtleiter Josef Bitsche gab Gas und scheuchte die Crews von einem zum nächsten Rennen. Das gabs am Bodensee bisher noch nicht, 14 Rennen am Wochenende. Das Niveau war hoch und aufregende Starts sorgten für Spannung. Am Samstag war die Crew um Julian Stückl vom Touring Yacht Club aus Tutzing mit souveränem Bootshandling in Führung gegangen, gefolgt vom Team vot Malte Kamrath vom VSaW aus Berlin. Platz 3 ging an das Team von Florian Tröger vom Bodensee Yacht Club Überlingen. Am Sonntag dann zuerst Flaute und dann einsetzender Südwest bei blauem Himmel und traumhaftem Alpenpanorama. Nach einem Massenfrühstart kam dann Blag Flag für die restlichen Wettfahrten ins Spiel. Davon waren dann am Sonntag 5 Boote betroffen. Unter anderem hat es dann das führende Team erwischt und die Überlinger. Das VSaW Team hat davon profitiert und mit einer konstanten Leistung den Gesamtsieg eingefahren. Das Team vom Touring Yacht Club kam auf den 2.ten Rang und das Team vom LSC mit Veith Hemmeter hat das Team vom Bodensee Yacht Club Überlingen auf den vierten Platz verwiesen. Ein Wehrmutstropfen war etwas die telis ruppige Segelweise an den Tonnenrundungen und die Protestkultur. Hier müssen sich die Segler an die Nase fassen und die Organisatoren über bessere Überwachung nachdenken. Trotzalledem ein gelungener Auftakt in der Battle Serie am Bodensee.

Der Konstanzer Yacht Club unter Steuermann Daniel Hannemann (Crew: Christian Rau, Christoph Hardt, Dave Segbers) kamen im Endergebnis auf einen guten 9. Platz.

Hier gibts schöne Bilder: youtu.be/duIuZ67omNg

Ergebnisse:
http://www.lsc.de

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Bericht von Stephan Frank (LSC)

Perfekte Bedingungen hatten die J70 Segler am Wochenende (18./19. April) vor Lindau. Zur ersten Lake Constance Battle hatten 20 Schiffe gemeldet, aus ganz Deutschland kamen die Segler zum LSC an den Bodensee.

„Solche Bedingungen hast Du nicht oft“, strahlte Wettfahrtleiter Josef Bitsche. „Gestern bei einem schönen, kalten Nordost acht Wettfahrten, heute noch einmal sechs. Insgesamt 14 Läufe an einem Wochenende, das gibt es fast nie. Der Wind hat kontinuierlich geblasen.“Am Samstag mit drei bis vier Beaufort, am Sonntag mit zwei bis drei. „Am Start waren sie alle sehr, sehr gut. Kaum ein Frühstart – und immer beim Schuss an der Linie. Die können segeln“, sagte der Wettfahrtleiter über die Teams.

„Das Niveau ist in diesem Jahr in der Klasse noch einmal kräftig gestiegen“, fasst Veit Hemmeter vom LSC das Wochenende zusammen. „Aber das ist auch gut so, wenn sich was entwickelt. Und die ersten sechs Mannschaften segeln alle in der ersten oder zweiten Bundesliga.“ Hemmeter wurde als bester Bodenseesegler Dritter. Es siegte Malte Kamrath vom Verein Seglerhaus am Wannsee. Zwei Punkte vor Julian Stückl vom Deutschen Touring Yacht-Club in Tutzing, den möglicherweise ein Frühstart in der zehnten Wettfahrt den Gesamtsieg kostete.

„So schön das Wochenende war, ein paar mahnende Worte muss man der J70 Klasse noch mitgeben“, sagte der Wettfahrtleiter Josef Bitsche zur Siegerehrung. „Die Klasse ist noch jung – und segelt manchmal ungestüm. An den Tonnen gilt das Recht des Stärkeren, Vorfahrt hat, wer lauter schreit. Und dass nach einer Kollision mit Schaden kein Schuldiger da ist, kein Zeuge etwas gesehen haben will, ist ungewöhnlich. Der Segelsport hat klare Regeln, die hebelt man nicht mit lautem Geschrei aus. Unter Umständen wären Schiedsrichter auf dem Wasser hilfreich.“

 

 

 

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