Die erste und zweite Segel-Bundesliga wirft ihre Schatten voraus. Das erste „Battle“ findet schon vom 27. bis 29. April in Friedrichshafen am Bodensee statt. Und die Wettbewerbsdichte in beiden Liegen ist sehr eng und inzwischen auf noch höherem Niveau als in der Vergangenheit.

J70_Training_April-2018Nach der Winterpause ist es daher unabdingbar zuvor noch zu trainieren. So haben sich denn zehn J70 Boote vom Bodensee und ihre Mannschaften am Gardasee eingefunden um dort mit der Erwartung auf etwas wärmeres Wetter und Wind sich fit zu machen für die neue Saison. Auch einige der norddeutschen Clubs hatten die gleiche Idee und so kam es zu einem ansehnlichen und hochkarätigem Feld. Das Training für die erste Liga übernahm Jochen Frik aus Überlingen, für die zweite Liga setzte Christian Rau vom KYC aus Konstanz das Programm. Im Vordergrund standen wieder Manöver und Trimm und wenn es auch nicht wie in der Formel 1 um Zehntelsekunden geht, so doch eindeutig um Sekunden. Christian Rau teilte uns mit: „Einmal haben wir 12 Boote gleichzeitig nach Luv um die Boje geschickt und ich musste hektisch pfeiffen und warnen weil alle gleichzeitig oben ankamen. Wir haben dann in der Folge maximal sechs Boote gegeneinander antreten lassen.“
Der Konstanzer Yacht Club segelt in der Saison 2018 erneut in der 2. Segelbundesliga und auch dieses Jahr setzt er auf ein breites Team auch mit jungen Mitgliedern aus dem Schüler-Segel-Club Konstanz. Im Gegensatz zu manchen anderen Clubs, die eine reine Eliteförderung betreiben, möchte man bei Konstanzer Yacht Club sich mit einem Spagat behaupten: Ziel für die Saison ist es unter den besten 10 zu sein und damit den Klassenerhalt souverän zu sichern und gleichermassen die Regattaserien mit rollierenden Positionen und wechselnden Crewmitgliedern zu bestücken. So waren denn am Gardasee mit Felix Schrimper, Adi Maier-Ring und Caroline Schrimper auch drei sich abwechselnde Steuerleute mit im Training.
Was unisono alle begeistert hatte, war der Zusammenhalt in dieser Klasse. Man hilft sich gegenseitig (auch mit dem gelegentlichen Austausch von Crewmitgliedern), mit Tips und viel Lachen. Der nicht-seglerische Höhepunkt war ein Geheimtip der Überlinger Crew, die 8 km entfernt in den Bergen ein Restaurant wussten, das 52 Segler aufnehmen konnte und in einer Fülle und Qualität bewirten konnte, dass „man sich den Ranzen halten musste“ und das zu einem Preis, den sich auch wirklich jeder Student leisten konnte.
Schon Ende April trifft man sich wieder in Friedrichshafen und man wird dann sehen, wer am meisten vom Training profitiert hat.
Bericht von Martin Rösch

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