Geschichte

Gründung des KYC 1909

Die weißen Segel, heute aus dem Bild der Konstanzer Bucht nicht mehr wegzudenken und stets als sommerliches Attribut auf Bildern von Konstanz zu sehen, waren um die Jahrhundertwende noch eine Seltenheit. Vom Gondelhafen aus kreuzte damals nur eine Jolle als Mietobjekt in der Konstanzer Bucht. Die Berufsfischer verwendeten damals aber noch vorwiegend Segelboote. Die sportliche Segelei war in Konstanz noch so gut wie unbekannt, während der Lindauer-Segler-Club schon seit 1889 und der Bregenzer Segler-Club seit 1895 bestanden haben. Beide Vereine waren allerdings schon sehr unternehmend. Sie veranstalteten als Auftakt der Bodenseewoche 1909 am 5. August eine Regatta vor Konstanz mit Start um 06.00 Uhr beim Leuchtturm am Damperhafen. Zwei weitere Wettfahrten vor Lindau und vor Bregenz folgten. Teilnehmer waren 7 Yachten. Vermutlich gab die Bodenseewoche 1909 vor Konstanz den Anstoß, dass wenig später, nämlich am 27. August 1909, einige segelbegeisterte Männer im Speisesaal des Hotel Krone in Konstanz sich zur Gründungsversammlung des “Konstanzer Segel-Club” getroffen haben.
“Ein Segelklub wurde gestern abend hier im Hotel Krone unter dem Namen Konstanzer Segel-Klub gegründet. Damit ist nun auch in Konstanz der längst wünschenswerte Zusammenschluß der hießigen Segler und Segelfreunde erzielt, der zweifellos fördernd und anregend auf den Segelsport in Konstanz einwirken wird” (Zeitungsnotiz 1909)
Diese Clubbezeichnung wurde aber bereits am 29. September 1909 in “Yacht-Club Konstanz” umbenannt, damit auch Motorbootfahrer als Mitglieder aufgenommen werden konnten. Ein gut erhaltenes handschriftlich geführtes Protokollbuch gibt Auskunft über den Verlauf dieser Versammlungen und zeigt, dass schon damals der Clubstander geschaffen wurde, den wir noch heute im Top unserer Schiffe fahren.

Die ersten Jahre

Zu dieser Zeit war es in den Vereinen üblich, dass man für den 1. Vorsitzenden eine Persönlichkeit aus der Wirtschaft bzw. der Politik zu repräsentativen Zwecken wählte.
In der 4. Versammlung am 13. Oktober 1909 einigte man sich darauf, dieses Amt herrn Dampfschifffahrtsinspektor K. Kaufmann anzubieten. Herr Kaufmann hat dieses Amt angenommen. Dies war für den Club sicherlich ein besonderer Vorteil, denn auf allen Regattabildern aus dieser Zeit sieht man auch Dampfschiffe, die als Zuschauerboote eingesetzt wearen und das ehemalige Rammschiff MÖVE wurde immer wieder als Startschiff zur Verfügung gestellt.
Am 29. März 1910 traf die bei Heidtmann in Hamburg 1909 erbaute Yacht MARIA FLORIE in Konstanz ein und wurde als erste eigene Clubyacht beim Ansegeln am 24. April 1910 durch Fräulein Pyszka, Schwester des gleichnamigen Gründungsmitglieds auf den Namen FÖHN getauft. Der FÖHN soll sehr vertrimmt gewesen sein,  was auch zu einem Antrag in der Generalversammlung 1910 führte, mit dem Konstrukteur nochmals Kontakt auf zu nehmen, um Verbesserungen eventuell durch Gewichtsverlagerungen zu erreichen.
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