Club_J70

Die „Sherry Lady“ gewinnt die Bodenseemeisterschaft der J70-Yachten

Herbstliches Wetter bescherte den Seglern der J70-Klasse zum Saisonfinale der „Lake Constance Battle“ (die Bodenseemeisterschaft der Klasse) Wind für fünf Wettfahrten in Überlingen. Dort siegte die „Jerry“ mit Thomas Studer aus der Schweiz. Bodenseemeister wurde die „Sherry Lady“ des gastgebenden SMC Überlingen mit Steuermann Steffen Heßberger. Foto: Ina Lamprecht

Herbstliches Wetter bescherte den Seglern der J70-Klasse zum Saisonfinale der „Lake Constance Battle“ (die Bodenseemeisterschaft der Klasse) Wind für fünf Wettfahrten in Überlingen. Dort siegte die „Jerry“ mit Thomas Studer aus der Schweiz. Bodenseemeister wurde die „Sherry Lady“ des gastgebenden SMC Überlingen mit Steuermann Steffen Heßberger.
Foto: Ina Lamprecht


19 Teams waren zum Saisonfinale der Lake Constance Battle

Veranstaltender Verein war der SMCÜ

Die Bodenseemeisterschaft 2019 der J70-Yachten ist entschieden: Die „Sherry Lady“ des Segel- und Motorboot-Club Überlingen gewinnt die Jahreswertung mit einem Punkt Vorsprung vor der „Mothership“ des Württembergischen Yacht-Club. Mit weiteren zwei Punkten Rückstand kommt die „Jai“ (ebenfalls WYC) auf den dritten Rang.

Fünf „Battles“ wurden in der Saison 2019 gesegelt, in Lindau, Kreuzlingen, Bregenz, Friedrichshafen und zum Abschluss nun in Überlingen. Den Teilnehmerrekord stellte die Battle Vol. 2 im Juni beim YC Kreuzlingen auf, wo 37 Teams am Start waren.

Zum Saisonfinale am ersten Oktober-Wochenende waren 19 Teams zum SMC Überlingen gekommen. Bei herbstlichen Wetterverhältnissen mit viel Regen, aber auch brauchbarerem Wind zwischen zwei und vier Beaufort, wurden am Samstag fünf Wettfahrten gesegelt. Am Sonntag warteten die rund 80 Seglerinnen und Segler umsonst auf Wind.

Erster wurde in Überlingen Thomas Studer vom CV Neuchatel mit seiner Crew Massimo Sorriano, Tessa und Vincent Egli. Er kam auf die Plätze 2-(7)-1-1-4, was bei einem Streicher zu acht Punkten führte.

Der „Sherry Lady“ des SMCÜ, diesmal gesegelt von Steffen Hessberger, Dominic Fritze, Clemens Wiedemann und Maximilian Degner, genügte ein zweiter Platz ((5)-2-3-2-2; 9 Punkte), um in der Jahreswertung den entscheidenden Punkt Vorsprung herauszuholen. Denn die „Sherry Lady“ und die „Mothership“ des WYC – in der Lake Constance Battle wird das Schiff gewertet, nicht der Steuermann, um die Boote möglichst oft zu Regatten zu bringen – lagen vor der Battle von Überlingen noch punktgleich an der Spitze. Mit Rang drei ((10)-3-2-6-1; 12 Punkte) waren Conrad Rebholz, Justin Venger, Niklas Sieweke und Caro Groß zwar ganz vorne dabei. Im Rennen um die Bodenseemeisterschaft mussten sie sich jedoch mit dem Vize-Titel begnügen. Ein vierter Platz in Überlingen sicherte der „Jai“ mit Dennis und Kevin Mehlig, Felix Diesch, Yannick Hafner und Rosanna Schnetz Bronze in der Jahreswertung.

Die in Überlingen erfolgreiche „Jerry“ kam in der Jahreswertung noch auf Rang vier. Bestes österreichisches Boot in Überlingen war die „Round2“ mit Klaus Diem, Martin Jäger und Stephan Hafner (Bregenzer SC), die damit insgesamt auf Rang fünf landete.

Alle Ergebnisse der Battle Vol. 5: https://t1p.de/hgj8

Kontakt:
Christian Rau | J70 Klasse Bodensee
Tel.: +49 – 7531 – 3694875
rau@bodensee-einheitsklasse.de
www.facebook.com/BodenseeEinheitsklasse/

Das Podium der Jahreswertung der „Lake Constance Battle“: Bodenseemeister 2019 ist die „Sherry Lady“ (Mitte, mit Steuermann Steffen Heßberger) des SMC Überlingen, Zweite die „Mothership“ des Württembergischen YC (links, mit Steuermann Conrad Rebholz) und Dritte die „Jai“ mit Dennis Mehlig (WYC, rechts) Foto: K. Mehlig

Das Podium der Jahreswertung der „Lake Constance Battle“: Bodenseemeister 2019 ist die „Sherry Lady“ (Mitte, mit Steuermann Steffen Heßberger) des SMC Überlingen, Zweite die „Mothership“ des Württembergischen YC (links, mit Steuermann Conrad Rebholz) und Dritte die „Jai“ mit Dennis Mehlig (WYC, rechts)
Foto: K. Mehlig

 

Lake Constance Battle Vol. 2: in Kreuzlingen mit 37 Yachten der J/70-Klasse: Klarer Sieg des Teams Seger vom Thunersee

Nach fünf Wettfahrten am 15. und 16. Juni 2019, bei anspruchsvollen Bedingungen gewann das Team Stefan Seger, Til Seger, Matthias Fahrni und Karin Nordstroem, des Regattaclubs Oberhofen vom Thunersee (SUI 938) die Regatta. Im 2. Rang mit 6 Punkten Rückstand folgte das Team Veit Hemmeter vom Bayerischen Yachtclub (GER 1318). Auf Rang 3 mit 9 Punkten Rückstand segelte das Team Conrad Rebholz vom Württembergischen Yachtclub (GER 715).

J70-Battle_Kreuzlingen_2019 Der Konstanzer Yacht Club landete mit seiner J70 “Joker” auf Platz 16. Neben Steuermann Adi Mayer-Ring gehörte Carla Rau, Sebastian Uecker und Matteo Wolgast mit zum Team. Das zweite KYC/SSCK-Team um Steuermann Moritz Thum (mit Luis Schaubhut, Albert Gerstmair und Boris Geray) wurde 36.

Die Windbedingungen in der Kreuzlinger Bucht waren von Beginn weg anspruchsvoll. Am Samstag konnte kurz vor 11:00 Uhr mit herrlichem Westwind bis zu 5 Windstärken gestartet werden. Team Julian Flessati vom Regattaclub Bodensee (SUI 287) entschied die 1. Wettfahrt für sich.

Bei konstantem Westwind folgte die 2. Wettfahrt. Dieser Laufsieg ging an das Team Rebholz. Bei der 3. Wettfahrt flaute der Westwind auf 2-3 Windstärken ab und war mit Winddrehern und Flauten durchsetzt. Veit Hemmeter kam mit diesen dynamischen Verhältnissen am besten zurecht und segelte als Erster ins Ziel. Eine weitere Wettfahrt musste wegen des einschlafenden Windes abgebrochen werden. Dann hiess es erst einmal abwarten.

Völlig unerwartet etablierte sich dann ein leichter Ostwind von 1-2 Bf, der eine abgekürzte 4. Wettfahrt ermöglichte. Der Sieg ging an das Team Stefan Seger, welcher dann im Zwischenklassement am Samstagabend mit den Plätzen 2, 2, 1 und mit einem 4. Platz als Streichresultat an der Spitze der Rangliste lag.

Während des Abendessens im Clubhaus des Yacht-Clubs Kreuzlingen ging die Sturmwarnung los. Die Seglerinnen und Segler wurden durch die Wettfahrtleiterin aufgefordert, die Festmacherleinen ihrer Boote im Hafen zu überprüfen. Das hereinbrechende Unwetter führte aber zu keinen Schäden. Der Sonntagmorgen begann mit Wolken und gelegentlichen Regenschauern aber auch mit 2 Windstärken Westwind. Die Wettfahrtleitung war frühzeitig auf dem Wasser und die Regattabahn mit den GPS gesteuerten Roboter Bojen schnell ausgelegt, so dass pünktlich um 09:00 Uhr gestartet werden konnte. Die leichten drehenden Winde kamen dem Team vom Segelclub Enge mit Christian Sprecher, Pascal Abegg und Claudio Walker entgegen und brachten auch den Zürchern einen Laufsieg. Das punktemässig führende Team vom Regattaclub Oberhofen mit Skipper Stefan Seger ersegelte mit einem 9 Rang ihr Streichresultat konnten damit die Gesamtführung souverän verteidigen. Eine weitere Wettfahrt musste dann auf halber Distanz wegen Flaute abgebrochen werden. Das J70 Lake Constance Battle beim Yacht-Club Kreuzlingen ging mit 5 Läufen, guter Stimmung und mit hochkarätigen Siegern zu Ende.
Da auch meist fair gesegelt wurde, mussten wenige Proteste durch die Jury bearbeitet werden. So konnte die Siegerehrung schon gegen 15:00 Uhr über die Bühne gehen. Die attraktiven Preise erfreuten die Siegercrews und als originelle spontane Anerkennung wurde den drei Skipperinnen und allen Seglerinnen eine Rose auf die Heimfahrt mitgegeben.

Die J/70-Flotte benutzte den Hafen Seegarten als Basis. Da viele Boote auf dem Landweg transportiert wurden, leistete Hafenmeister Mariano Grosso einen speziellen Einsatz, mussten am Freitag und Samstag gegen 30 Boote eingewassert und am Sonntag nach der Regatta innert kurzer Zeit wieder ausgekrant werden. Der Yacht-Club Kreuzlingen bewältigte den Sportanlass mit mehr als 20 Helferinnen und Helfern. Die Gastronomie wurde durch Regula Zwicky, die Landorganisation vom Sportchef Marc Buchmann geleitet. Für die Gesamtverantwortung zeichnete Wettfahrtleiterin Carmen Somm. Mit dem Einsatz der neu entwickelten Roboterbojen konnte der Motorbootverkehr auf der Regattabahn reduziert werden.

Ein gut organisierter, gelungener und attraktiver Segelsportanlass!

Rangliste Spitzenteams:

  1. Rang:  SUI   938   Stefan Seger           Regattaclub Oberhofen                       RCO
  2. Rang: GER 1318 Veit Hemmeter           Bayerischer Yachtclub                      BYC
  3. Rang: GER 715 Conrad Rebholz           Württembergischer Yacht-Club e.V.           WYC
  4. Rang: SUI   24    David Erismann           Yachtclub Luzern                                 YCL
  5. Rang: GER 270 Dennis Mehlig           Württembergischer Yacht Club e.V.           WYC

Die Rangliste: www.manage2sail.com

Vorbereitung für die Segel-Bundesliga und Jugendliga–Saison: J70 Training am Gardasee

Frühjahrstraining am GardaseeDie Segel-Bundesliga wirft ihre Schatten voraus. Alle Teams sind schon in konzentrierter Vorbereitung und dieses Jahr gibt es erstmalig auch eine Jugendliga Serie auch in der J70-Klasse, die mit vier Personen gesegelt wird. Der Konstanzer Yacht Club und andere Clubs vom Bodensee haben sich zusammengetan und ein gemeinsames Training am Gardasee organisiert. Dort ist es normalerweise im April schon deutlich wärmer und die Windgarantie ist besser.

So haben sich denn 9 Boote und 50 Segler zusammengefunden: drei Teams vom WYC aus Friedrichshafen, 2 Teams aus Konstanz vom KYC respektive seiner schon seit über hundert Jahren eigenständigen Jugendabteilung, dem Schüler Segel Club Konstanz (SSCK), und jeweils ein Team aus Fischbach, Radolfzell, Langenargen und einem norddeutschen Verein aus Warnemünde. Die beiden Trainer Jochen Frik, einem Altstar, der schon bei Olympia mitwirkte und Christian Rau, der am Bodensee maßgeblich mithalf, die J70 Klasse zu etablierten, teilten sich auf um sowohl der Leistungsspitze als auch den Nachwuchsteams gerecht zu werden. Am Nachmittag wurden dann jeweils mit allen Booten kurze Starts geübt, die verschiedenen Tonnen-Manöver und kleine gemeinsame Regatten gesegelt. Carla Rau, eine Seglerin aus dem Nachwuchsteam des SSCKs äusserte sich begeistert: „Wir haben so viele Feinheiten gelernt im Trimm und in der optimalen Gewichtsverlagerung und wir haben auch gelernt, dass man bei Starten vor allem Schwung braucht; es reicht nicht am richtigen Platz auf der richtigen Seite der Startlinie zu sein.“ Aber auch für die alten Hasen wie Felix Diesch vom WYC oder Felix Schrimper vom KYC ist ein solches konzentriertes Einfinden in Schiff und Trimm essentiell. „Das Training war eine perfekte Vorbereitung für die Saison und wir freuen uns vor allem über die tolle Zusammenarbeit mit unserem Junioren Liga Nachwuchs“ äusserte sich Felix Schrimper. Insgesamt zeichnet sich die J70-Klasse durch einen tollen Teamspirit aus. Es gibt viel fachlichen und ebenso sozialen Austausch und so gipfelte auch das Gardasee Training in einem Teamabend mit allen fünfzig Teilnehmern bei einem ganz ursprünglichen Italiener im Hinterland des Gardasees nach dem Motto ´all you can eat´.

Segeln ist und bleibt ein Natursport und auch diese Dimension kann Teil eines Trainings werden. Gegen Ende des Trainings wurden die Trainer und alle Crews von einem Gewitter überrascht, das viel schneller als erwartet mit Böen der Windstärke 10 und fliegendem Wasser hereinbrach. Obwohl man in solchen Fällen nur noch die Segel herunternehmen kann, gleichwohl zerbarsteten dabei einige Grosssegel und Gennacker. Der Wind so stark, dass nur die Angriffsfläche auf Rumpf, Mast und Crew ausreichte, die Schiffe mit dem Mast flach aufs Wasser zu legen. Die Crew klammert sich dann an die Reling in Luv und kann nur warten bis sich das Boot wieder aufrichtet. Nach einer guten halben Stunde zeigte sich dann wieder ein unbeschwertes Sonnenscheinchen wie, wenn nichts gewesen wäre. Neben gerissenen Segeln haben alle Boote auch den Verklicker im Masttop verloren aber, es wurde niemand verletzt. Auch solche Erlebnisse gehören zum Segelsport.

Der erste Segel-Bundeliga-Event findet schon nächstes Wochenende 3.-5. Mai in Starnberg statt. Der zweite Event in Süddeutschland ist dann gleich vom 17.-19.Mai in Konstanz, den der Konstanzer Yacht Club unterstützt vom WYC, Friedrichshafen, als Gastgeber der 36 Vereine aus ganz Deutschland ausrichtet. Gespannt sind wir auch auf den Verlauf der Jugendliga, die am zweiten Mai-Wochenende ebenfalls in Starnberg stattfindet. Für den Konstanzer SSCK startet erstmalig ein junges Team um Anton Löw als Steuermann. Hier drücken wir ebenso wie unserem Team in der 2. Bundesliga um Felix Schrimper feste die Daumen.
von  Martin Rösch (Konstanzer Yacht Club)

Training_Gardasee

J70 Bodenseebattle 3 – Yacht Club Bregenz (YCB)

(von Felix Schrimper)
Das dritte Battle 2018 am See fand in Bregenz statt. Dieses Mal auf drei anstatt nur zwei Tage angesetzt und der Wetterbericht machte nicht viel Hoffnung auf spannendes Segeln. Aber naja dann würde es eben auf ein schönes Badewochenende im Obersee hinaus laufen…

Am Freitag – schon nach kurzem Warten – stabilisierte sich jedoch ein leichter aber konstanter Westwind mit dem wir direkt ausliefen. Die Wettfahrtleitung machte an allen Tagen einen super Job und legte Lauf nach Lauf faire Bahnen, welche knapp unter der angesetzten Zeit abgesegelt wurden. Auch die Landorganisation hat ihren Job wunderbar im Griff gehabt mit reichlich kalter Einlaufhopfenschorle und leckerem Essen.

Am Samstag zeigte sich der See erneut von seiner schönsten Seite und das, obwohl es uns einmal kurz auf den Kopf genieselt hatte. Bei wunderschönem Bodenseewind wurden sogar erneut 5 Wettfahrten durchgebracht.

Am Sonntag ist leider der Wind kurz vor dem Zeitlimit eingeschlafen sodass eine Wettfahrt wegfallen musste. Auch hier professionell von der Wettfahrtleitung eingeschätzt und ohne viel Wartezeit wurde eine anständige Serie mit 10 super Wettfahrten in drei Tagen beendet. Dafür war aber auch noch Zeit das kalte Nass zu genießen, bevor es für die 24 Teams wieder in Richtung Heimat ging.

Vielen Dank an den Yacht Club Bregenz für dieses wunderbare verlängerte Wochenende.
Die zwei Teams vom SSCK beendeten das Event mit den guten Platzierungen 4. und 11. in einem starken Feld von 24 Schiffe.

 >> Ergebnisse: www.ycb.at/regatten-2018/

Vorbereitung für die Segel-Bundesliga–Saison: J70 Training am Gardasee

Die erste und zweite Segel-Bundesliga wirft ihre Schatten voraus. Das erste „Battle“ findet schon vom 27. bis 29. April in Friedrichshafen am Bodensee statt. Und die Wettbewerbsdichte in beiden Liegen ist sehr eng und inzwischen auf noch höherem Niveau als in der Vergangenheit.

J70_Training_April-2018Nach der Winterpause ist es daher unabdingbar zuvor noch zu trainieren. So haben sich denn zehn J70 Boote vom Bodensee und ihre Mannschaften am Gardasee eingefunden um dort mit der Erwartung auf etwas wärmeres Wetter und Wind sich fit zu machen für die neue Saison. Auch einige der norddeutschen Clubs hatten die gleiche Idee und so kam es zu einem ansehnlichen und hochkarätigem Feld. Das Training für die erste Liga übernahm Jochen Frik aus Überlingen, für die zweite Liga setzte Christian Rau vom KYC aus Konstanz das Programm. Im Vordergrund standen wieder Manöver und Trimm und wenn es auch nicht wie in der Formel 1 um Zehntelsekunden geht, so doch eindeutig um Sekunden. Christian Rau teilte uns mit: „Einmal haben wir 12 Boote gleichzeitig nach Luv um die Boje geschickt und ich musste hektisch pfeiffen und warnen weil alle gleichzeitig oben ankamen. Wir haben dann in der Folge maximal sechs Boote gegeneinander antreten lassen.“
Der Konstanzer Yacht Club segelt in der Saison 2018 erneut in der 2. Segelbundesliga und auch dieses Jahr setzt er auf ein breites Team auch mit jungen Mitgliedern aus dem Schüler-Segel-Club Konstanz. Im Gegensatz zu manchen anderen Clubs, die eine reine Eliteförderung betreiben, möchte man bei Konstanzer Yacht Club sich mit einem Spagat behaupten: Ziel für die Saison ist es unter den besten 10 zu sein und damit den Klassenerhalt souverän zu sichern und gleichermassen die Regattaserien mit rollierenden Positionen und wechselnden Crewmitgliedern zu bestücken. So waren denn am Gardasee mit Felix Schrimper, Adi Maier-Ring und Caroline Schrimper auch drei sich abwechselnde Steuerleute mit im Training.
Was unisono alle begeistert hatte, war der Zusammenhalt in dieser Klasse. Man hilft sich gegenseitig (auch mit dem gelegentlichen Austausch von Crewmitgliedern), mit Tips und viel Lachen. Der nicht-seglerische Höhepunkt war ein Geheimtip der Überlinger Crew, die 8 km entfernt in den Bergen ein Restaurant wussten, das 52 Segler aufnehmen konnte und in einer Fülle und Qualität bewirten konnte, dass „man sich den Ranzen halten musste“ und das zu einem Preis, den sich auch wirklich jeder Student leisten konnte.
Schon Ende April trifft man sich wieder in Friedrichshafen und man wird dann sehen, wer am meisten vom Training profitiert hat.
Bericht von Martin Rösch

Vorbereitung für die Segel-Bundesliga–Saison: J70 Training am Gardasee

Der Konstanzer Yacht Club segelt in der Saison 2017 erneut in der 2. Segelbundesliga und auch dieses Jahr setzt er auf ein junges Team aus dem Schüler-Segel-Club Konstanz. Letztes Jahr wurde der Aufstieg in die 1. Bundesliga nur knapp verpasst und so sind die Erwartungen für die jetzt kommende Saison groß.

J70 Training am GardaseeDas erste Event dieses Jahres ist schon Ende April am Chiemsee. Höchste Zeit ins Training einzusteigen. Das fällt natürlich leichter wenn als Standort der Gardasee mit seinem schon deutlich milderen Klima lockt. So haben sich die fünf Konstanzer Jugendsegler um Felix Schrimper diese Gelegenheit vom 23. bis 26. März nicht nehmen lassen zumal sich mit neun Booten im Training wunderbare Vergleiche nicht nur im Bootshandling sondern auch beim Trimm und (wichtig!) in der Starttaktik möglich sind. Dominik Meier-Ring stellte hierbei selbstkritisch fest, dass gerade die Starts am Anfang „nicht so dolle“ liefen, aber man habe sich hier ungeahnt steigern können. Zwar war der beste Wind ausgerechnet am Abreisetag, aber die Sonne zeigte sich zuverlässig konstant und die leckeren Pizza am Abend belohnten jeden Tag.
Bundesliga Segeln ist enorm wettbewerbsintensiv und ein reines Training am Bodensee mit seinen häufigen Leichtwinden genügt nicht mehr als eine adäquate Vorbereitung. So freut sich nun das Team mit Felix, Johannes, Dominik und Sebi (siehe Bild) auf den Chiemsee Ende April und das dann nächste Event in Lindau.

Bericht von Martin Rösch

Lindauer Segler Club gewinnt die J70 Bodenseemeisterschaft 2015

Am Wochenende (19./20. September) fand im Konstanzer Trichter bei schwierigen Windbedingungen das Finale zur J70 Bodenseemeisterschaft statt.

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In der zweiten Saison der neuen Bodensee-Einheitsklasse konnten sich die Segler über eine große Beteiligung bei der neu ins Leben gerufenen Wettfahrtserie „Lake Constance Battle“ freuen. Diese Serie besteht aus 5 einzelnen Regatten, die über die gesamte Segelsaison 2015 auf dem Bodensee ausgetragen werden. Das diesjährige Finale fand beim Konstanzer Yacht Club statt, der sich zusammen mit Wettfahrtleiter Christian Rau riesig über die große Beteiligung freute. Rau hatte die Bodensee-Einheitsklasse initiiert, um ein einheitliches, schnelles Regattaboot zu etablieren und dadurch wieder große Startfelder bei Regatten zusammenzubringen, was mit 31 Schiffen in der Jahreswertung als durchaus gelungen bezeichnet werden kann.

Beim Lake Constance Battle Vol.5 – die letzte Wettfahrtserie der Bodenseemeisterschaft –waren beide Tage durch teils schwierige Windbedingungen geprägt, da mehrere Windsysteme gegeneinander ankämpften und dadurch stark drehend und nicht konstant waren. Insgesamt wurden 5 Wettfahrten gesegelt und die Favoriten-Mannschaft des Lindauer Segler Clubs mit Veit Hemmeter am Steuer zeigten auch bei schwierigen Windbedingungen eine gute Performance und gewannen die 5. Serie vor Konstanz mit einem Vorsprung von 3 Punkten. Der zweite Platz ging an den Bayerischen Yacht Club (Starnberg) mit Steuermann Philip Hiebler. Platz 3 belegte der Düsseldorfer Yacht Club mit Steuermann Pit Finis, der den Segel-Profi und ehemaligen America’s Cup Skipper Karol Jablonski als Taktiker an Bord holen konnte.

Im Gesamtergebnis der Bodenseemeisterschaft, das sich aus den 5 Wettfahrtserien des Lake Constance Battle zusammensetzt, gewann der Lindauer Segler Club vor dem Titelverteidiger Württembergischer Yacht Club. Auf Platz 3 kam der Segel- und Motorboot Club Überlingen, der sich zur Zeit als bester „Bodenseeverein“ in der deutschen Segelbundesliga zeigt. Die Segler waren sehr zufrieden mit diesem letzten großen Race, vor allem aber auch beeindruckt, von dem hohen seglerischen Niveau, dass sich innerhalb dieser zweiten Saison der Einheitsklasse gebildet hat.

Ergebnisliste J70 Bodenseemeisterschaft 2015 /1. Drittel (von 31 gestarteten Booten)

  1. Platz Lindauer Segler Club
  2. Württembergischer Yacht Club
  3. Segel- und Motorboot Club Überlingen
  4. Bodensee Yacht Club Überlingen
  5. Deutscher Touring Yacht Club (Junior)
  6. Düsseldorfer Yacht Club
  7. Bregenzer Segel Club
  8. Konstanzer Yacht Club
  9. Linder Segler Club II
  10. Württembergischer Yacht Club II

>> Hier finden Sie das gesamte Ergebnis als Jahreswertung-J70_Lake_Constance_Battle
>> Hier finden Sie das Ergebnis “Lake Constance Battle Vol. 5″

 

Großes Finale des Bodensee-Battles beim Konstanzer Yacht Club

Spannende Finale werden dieses Wochenende im Konstanzer Trichter, direkt vor dem Hafen des Konstanzer Yacht Club erwartet. 24 Teams segeln hier um den Titel des Bodenseemeisters der J70 Klasse.

Start zum 01. Bodensee Battle 2015 vor Lindau

Start zum 01. Bodensee Battle 2015 vor Lindau

Wettfahrtleiter Christian Rau freut sich besonders über diese Veranstaltung, da er vor einigen Jahren die Initiative zur Gründung der Bodensee-Einheitsklasse ergriffen hatte. „Wir  haben diese Einheitsklasse vor 2 Jahren ins Leben gerufen, um ein einheitliches schnelles Regattaboot zu etablieren und dadurch wieder große Startfelder bei Regatten zusammenzubringen“, so Rau, der sich nun über eine rege Teilnahme mit 24 Meldungen und einem sehr hohen seglerischen Niveau freuen kann.
„Es kommen sowohl Mannschaften vom Bodensee, Zürichsee, Thunersee sowie 4 Mannschaften vom Starnbergersee“.

Bodenseemeister der J70-Klasse wird derjenige, der bei den 5 Bodensee-Battles über die Saison 2015 die meisten Punkte sammelt. Ähnlich wie bei der Segelbundesliga kommt es hierbei nicht auf den Steuermann an, sondern auf den Verein, für den das Boot startet, d.h. es kann über die Serie auch wechselnde Steuermänner geben, solange diese für den gleichen Verein starten.
Als absolute Topfavoriten mit einem großen Vorsprung zählen die Mannschaft des Lindauer Segler Club (LSC -70 Punkte), gefolgt vom Titelverteidiger, Württembergischen Yacht Club (WYC – 58 Punkte) sowie den beiden Überlinger Vereinen Bodensee Yacht Club Überlingen (BYCÜ – 55 Punkte) und Segel- und Motorbootclub Überlingen (SMCÜ – 54 Punkte).

Vorläufige Meldeliste:

  • Deutscher Touring Yacht Club
  • Bayerischer Yacht Club I
  • Bayerischer Yacht Club II
  • Deutsch Schweizerischer Motorboot Club
  • Bregenzer Segel Club I
  • Bregenzer Segel Club II
  • Münchner Yacht Club
  • Regattaverein Überlingen
  • Regattaclub Oberhofen
  • Bodensee Yacht Club Überlingen I
  • Bodensee Yacht Club Überlingen II
  • Zürcher Segel Club
  • Düsseldorfer Yacht Club
  • Yacht Club Radolfzell
  • Regattaclub Bodensee
  • Segel- und Motorboot Club Überlingen
  • Yacht Club Langenargen
  • Lindauer Segler Club I
  • Lindauer Segler Club II
  • Lindauer Segler Club III
  • Seglervereinigung Bottighofen
  • Schüler-Segel-Club Konstanz
  • Yacht-Club Seeshaupt …
  • Deutscher Touring Yacht Club

>> zur Ausschreibung

Lake of Constance Battle 1

Bodensee Einheitsklasse – 1. Event der Segelsaison 2015
(von Christian Rau)

Foto-Diederich: Start J70 vor Lindau beim 1. Bodensee Battle 2015

Foto-Diederich: Start J70 vor Lindau beim 1. Bodensee Battle 2015

2 – 3 Windstärken. Am Start 20 Boote aus ganz Deutschland, davon 8 Bundes-Ligaclubs mit den Topmannschaften.

Eine super Entwicklung für das 2. Jahr Bodensee Einheitsklasse. Wettfahrtleiter Josef Bitsche gab Gas und scheuchte die Crews von einem zum nächsten Rennen. Das gabs am Bodensee bisher noch nicht, 14 Rennen am Wochenende. Das Niveau war hoch und aufregende Starts sorgten für Spannung. Am Samstag war die Crew um Julian Stückl vom Touring Yacht Club aus Tutzing mit souveränem Bootshandling in Führung gegangen, gefolgt vom Team vot Malte Kamrath vom VSaW aus Berlin. Platz 3 ging an das Team von Florian Tröger vom Bodensee Yacht Club Überlingen. Am Sonntag dann zuerst Flaute und dann einsetzender Südwest bei blauem Himmel und traumhaftem Alpenpanorama. Nach einem Massenfrühstart kam dann Blag Flag für die restlichen Wettfahrten ins Spiel. Davon waren dann am Sonntag 5 Boote betroffen. Unter anderem hat es dann das führende Team erwischt und die Überlinger. Das VSaW Team hat davon profitiert und mit einer konstanten Leistung den Gesamtsieg eingefahren. Das Team vom Touring Yacht Club kam auf den 2.ten Rang und das Team vom LSC mit Veith Hemmeter hat das Team vom Bodensee Yacht Club Überlingen auf den vierten Platz verwiesen. Ein Wehrmutstropfen war etwas die telis ruppige Segelweise an den Tonnenrundungen und die Protestkultur. Hier müssen sich die Segler an die Nase fassen und die Organisatoren über bessere Überwachung nachdenken. Trotzalledem ein gelungener Auftakt in der Battle Serie am Bodensee.

Der Konstanzer Yacht Club unter Steuermann Daniel Hannemann (Crew: Christian Rau, Christoph Hardt, Dave Segbers) kamen im Endergebnis auf einen guten 9. Platz.

Hier gibts schöne Bilder: youtu.be/duIuZ67omNg

Ergebnisse:
http://www.lsc.de

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Bericht von Stephan Frank (LSC)

Perfekte Bedingungen hatten die J70 Segler am Wochenende (18./19. April) vor Lindau. Zur ersten Lake Constance Battle hatten 20 Schiffe gemeldet, aus ganz Deutschland kamen die Segler zum LSC an den Bodensee.

„Solche Bedingungen hast Du nicht oft“, strahlte Wettfahrtleiter Josef Bitsche. „Gestern bei einem schönen, kalten Nordost acht Wettfahrten, heute noch einmal sechs. Insgesamt 14 Läufe an einem Wochenende, das gibt es fast nie. Der Wind hat kontinuierlich geblasen.“Am Samstag mit drei bis vier Beaufort, am Sonntag mit zwei bis drei. „Am Start waren sie alle sehr, sehr gut. Kaum ein Frühstart – und immer beim Schuss an der Linie. Die können segeln“, sagte der Wettfahrtleiter über die Teams.

„Das Niveau ist in diesem Jahr in der Klasse noch einmal kräftig gestiegen“, fasst Veit Hemmeter vom LSC das Wochenende zusammen. „Aber das ist auch gut so, wenn sich was entwickelt. Und die ersten sechs Mannschaften segeln alle in der ersten oder zweiten Bundesliga.“ Hemmeter wurde als bester Bodenseesegler Dritter. Es siegte Malte Kamrath vom Verein Seglerhaus am Wannsee. Zwei Punkte vor Julian Stückl vom Deutschen Touring Yacht-Club in Tutzing, den möglicherweise ein Frühstart in der zehnten Wettfahrt den Gesamtsieg kostete.

„So schön das Wochenende war, ein paar mahnende Worte muss man der J70 Klasse noch mitgeben“, sagte der Wettfahrtleiter Josef Bitsche zur Siegerehrung. „Die Klasse ist noch jung – und segelt manchmal ungestüm. An den Tonnen gilt das Recht des Stärkeren, Vorfahrt hat, wer lauter schreit. Und dass nach einer Kollision mit Schaden kein Schuldiger da ist, kein Zeuge etwas gesehen haben will, ist ungewöhnlich. Der Segelsport hat klare Regeln, die hebelt man nicht mit lautem Geschrei aus. Unter Umständen wären Schiedsrichter auf dem Wasser hilfreich.“

 

 

 

J70 Jungfernfahrt + 1.Regatta

Am Donnerstag Abend wurde die J70 eingewassert. Am Freitag Spätnachmittag haben Isabel, Carla und ich den Mast zusammengebaut und von Hand gestellt. Das Kohleteil ist recht leicht. Dann mußten noch die ganzen Röllchen und Leinen verteilt werden. Die Segel wurden angeschlagen und das alles im T-Shirt (11. April). Dann stieß noch Karl Gustav dazu und die Crew war komplett. Ein kleiner Schlag bis zu den Pfählen und mit dem schwarz-weiß-roten Gennaker zurück zum Hafen. Carla an der Pinne hatte schon Bedenken, ob denn das Bergen in der Hafeneinfahrt klappt. Alles klappte bestens. Am Samstag kurz nach 9 Uhr traf sich die Regatta Crew Rainer, Zürn, Fiona Zimpfer (am Sonntag Carla Rau) und Isabel Rau. Mit geliehenem 2,3 PS Motor auf nach Kreuzlingen. Am 12.-13. April fand in Kreuzlingen beim SVK der AXA Sportboot Cup statt. Bei schönem Wetter fanden 39 Sportboot Crews den Weg nach Kreuzlingen. In der Flotte der Longtze, blu 26, Esse 850  und Melges 24 waren auch 3 J70 am Start. Gewertet wurde nach ORC-Club.  Wettfahrtleiter Peter Rubin konnte bei leichtem Ost-Wind 3 Wettfahrten am Samstag durchführen. Bei der 3. Wettfahrt wurde die Thermik auf dem letzten Schenkel ins Ziel durch eine vorbeiziehende Regenwolke eingeschläfert und die Hälfte der Flotte kam nicht ins Zeitlimit. Am Abend gab es für Alle Pasta und Getränke. Am Sonntag kam leider zuerst ein West und dann ein löchriger Ost, so daß kein Start mehr erfolgte. Am Start waren die Club J70 des SMCÜ und des KYC und ein Boot vom Zuger See. Beim Massenstart mußte man mit den kleineren J70 Booten sich aus dem Feld der schnelleren Boot heraussegeln, was nicht immer einfach war. In der Wertung landeten wir im Mittelfeld mit 18. als Beste J70. Die anderen beiden auf dem 19. und 21. Gesamtrang. Kaum war alles beendet, schon kam der schönste Wind.