Bundesliga

Bundesliga-Event Travemünde

Derzeit liegt der KYC führend auf Platz 1 bei der 2. Segelbundesliga – wir freuen uns riesig mit unserem jungen SSCK-Team.
Hier ein kleiner Bericht von Johannes Voigt:
Freitag früh fuhren wir mit unserem Team-Auto, gestellt von Graf Hardenberg, in Konstanz los Richtung Norden. Erstes Ziel unserer Reise war wie gewohnt Stuttgart, um unseren vierten Mann Sebastian abzuholen. Gegen Abend kamen wir nach etlichen Staus und Baustellen endlich in Travemünde an.
Bei strahlendem Sonnenschein und einer leichten Seebrise konnten wir das Eröffnungsrennen für uns entscheiden und starteten voller Zuversicht in den dritten Spieltag. Mit auffrischendem Wind und einer sehr kurzen hohen Welle hatten wir zunehmend Probleme und konnten unsere Top Platzierung leider nicht halten. Auch als sich der Kopf und die Frustration einschalteten wurde das ganze nicht besser. Am Ende des ersten Tages ließen wir die Erfahrungen bei einem kühlen Bier noch einmal wirken und entwickelten mit Hilfe von Felix aus der BYCÜ Crew eine neue Strategie.
Gleich am nächsten Tag konnten wir dies perfekt umsetzen. Drei 1. Plätze in Folge und weitere Platzierungen in den Top 3. katapultierten uns vom 10. auf den 5 Rang, womit wir wieder in ernstzunehmender Schlagdistanz auf das Treppchen waren. Die Stimmung war an diesem Tag wieder auf dem Höchststand angelangt. Den Abend durften wir mit den anderen Teams, sowie der Organisation und der Regattaleitung, auf der Passat bei Speise und Trunk ausklingen lassen.
Am Montag, dem letzten Regattatag, war das übliche Warten auf Wind angesagt. Um 13:00 Uhr war uns der Platz in den Finals sicher und wir wollten unbedingt noch einmal aufs Wasser um unsere Platzierung eventuell noch etwas auszubauen. Mit dem erreichen der Finals übernahmen wir auch gleichzeitig die Tabellenführung der 2. Bundesliga, was unser eigentliches Ziel, den Klassenerhalt weit in den Schatten stellt.  Nach langem hin und her, vereinzelten Wind- sowie Flautefeldern, entschied sich die Wettfahrtleitung dennoch die Serie nach 11. perfekten fairen Flights abzubrechen. Dies war definitiv die richtige Entscheidung und somit lag ein wunderschönes Wochenende hinter uns. Die Organisation war wie gehabt Top und ließ kein Raum für Kritik und auch das Wetter zeigte sich bei der 127. Travemünder Woche von seiner schönsten Seite.

Besonderer Dank gilt unseren Sponsoren Gohm Graf Hardenberg, sowie Schwarz Aussenwerbungen ohne dessen tatkräftige Unterstützung  ein solches Event nicht in der Form möglich wäre.
Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Deutsche Segelbundesliga, welche uns immer wieder eine super Infrastruktur und natürlich auch die Boote zur Verfügung gestellt hat.

Im Segelsport sind sich die Nationen einig:

Zehn Länder gründen den Internationalen Segel-Liga Verband

Hamburg, 17. Juni 2016 — Was zurzeit an nur wenigen Stellen in der internationalen Politik gelingt, schafft der Segelsport kinderleicht. Die SAILING Champions League und offizielle Vertreter der Nationalen Segel-Ligen kamen in Hamburg am 17. Juni zu einer großen Gründungsveranstaltung zusammen. Sie gründeten den internationalen Segel-Liga Verband und stimmten damit der Vereinheitlichung des Regelwerkes im internationalen Liga-Segeln zu.

Zehn Vertreter trafen sich am heutigen Freitag in Hamburg, um die Gründung der “International Sailing League Association” zu vollziehen. Peter Wolsing (Dänemark), Edward Russo (Frankreich) und Roberto Emanuele de Felice (Italien) bilden den Vorstand.

„Dieser Entwicklungsschritt ist die logische Folge aus der stetig wachsenden internationalen Liga-Familie“, so Oliver Schwall, Gründer und Initiator des internationalen Segel-Ligasports sowie der Deutschen Segel-Bundesliga. „Wir schaffen damit stabile Strukturen, klare Regelwerke und eine Interessenvertretung. Nur so können wir das internationale Liga-Segeln in eine erfolgreiche Zukunft steuern“, erklärt Schwall weiter.

Der internationale Segel-Ligasport hat in den letzten Jahren einen noch nie dagewesen Zuspruch erlebt. Über 16 Nationen haben sich diesem Format bereits angeschlossen. Über 300 Vereine sind involviert und über 2.000 Segler kämpfen in mehr als 80 Liga-Veranstaltungen jährlich um den Titel des besten nationalen Yacht-Clubs. Die jeweils Besten der Länder qualifizieren sich dann für die SAILING Champions League, die in diesem Jahr in zwei Acts ausgetragen wird (St. Petersburg und Porto Cervo).

„Das Format des Liga-Segelns ist eines der größten Innovationen, die es in den letzten Jahren im Segelsport gab. Die Gründung eines internationalen Segel-Liga Verbandes ist der nächste logische Schritt“, so Peter Wolsing, Projektleiter der Dänischen Segel-Liga.

Rob Franken von der Niederländischen Segel-Liga sagte heute: „Dieses Format hat das Potential die Segelwelt komplett zu verändern. Es ist einfach zu verstehen, alle finden die Selben Bedingungen vor und es bietet ein enormes Medienpotential. Die heutige Gründung des Internationalen Segel-Liga Verbandes gibt dem Format den nötigen Rückenwind, um noch stärker wachsen zu können und inspiriert zudem weitere Clubs, Nationen und Segler in der ganzen Welt sich anzuschließen.“

Roberto Emanuele de Felice, Präsident der Italienischen Segel-Liga: “Wir sind stolz, dass die Idee des Liga-Segelns mit so viel Enthusiasmus gelebt wird. 2016 wird es mehr als 16 Nationen mit einem eigenen, etablierten Liga-System geben. Wir freuen uns, dass es hier und heute zur Gründung des Internationalen Segel-Liga Verbandes gekommen ist. Es ist Zeit den nächsten Schritt zu gehen und das Format weiter wachsen zu lassen.“

Nach reiflicher Überlegung wird der Internationale Segel-Liga Verband als eingetragener Verein nach deutschem Gesetz in Hamburg registriert. Mit der Mitgliedschaft in der “International Sailing League Association” bekennen sich alle Nationalen Ligen zur Einhaltung des Regelwerks und stellen somit die Eignung für die Qualifikation zur SAILING Champions League sicher. Die Konzeptwerft Holding GmbH, der Initiator des innovativen Segelliga-Formats hält weiterhin alle Rechte der SAILING Champions League inne.

SAILING Champions League
E-mail: press@sailing-championsleague.com
Web: sailing-championsleague.com
Facebook: facebook.com/SAILINGCL

Flautenpoker beim zweiten Spieltag der Deutschen Segel-Bundesliga am Bodensee

Konstanz, 29. Mai 2016 – Am zweiten Spieltag der Deutschen Segel-Bundesliga 2016 in Konstanz setzt sich der amtierende Meister aus 2015 an die Tabellenspitze. Bedingt durch Flaute war ein langer Atem aller Teilnehmer gefordert. Konstante Leistungen und ein kühler Kopf verhalfen dem Team vom Deutschen Touring Yacht-Club zum Sieg. Der Club aus Tutzing ließ die Konkurrenz gewohnt souverän hinter sich. Platz zwei belegt der Verein Seglerhaus am Wannsee vor dem Bayerischen Yacht-Club. In der 2. Segel-Bundesliga feiert die Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“ den Sieg. Dahinter folgen der Lokalmatador vom Bodensee Yachtclub Überlingen und der Schweriner Yacht-Club.

Segeln im Schneckentempo. In 13 schwierigen Rennen konnten nur die Teams punkten, die Ruhe bewahrten und das Gespür für den richtigen Moment hatten. Steuermann Julian Stückl vom Deutschen Touring Yacht-Club sagte:
„Wir sind gut in dieses Event gestartet und haben taktisch sauber gesegelt. Wir wissen, dass wir Jeden schlagen können, das gibt uns Selbstbewusstsein. Wir sind froh, dass die beiden Events in dieser Saison bisher so gut für uns gelaufen sind.“ Mit an Bord waren außerdem Patrick Follmann, Jonas Vogt und Tobias Bolduan.

Spannung bis zum letzten Rennen auch in der 2. Segel-Bundesliga. Dort holen die Bremer von der Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“ den ersten Platz. Ebenfalls den richtigen Riecher hatte der Bodensee Yachtclub Überlingen. Er überzeugte mit Leistung und beendet den zweiten Spieltag auf dem zweiten Tabellenrang. Dahinter landet auf Platz drei der Schweriner Yacht-Club. Die Karten sind wieder völlig neu gemischt.

In zwei Monaten geht die Jagd auf den Titel in die nächste Runde. Im Rahmen der Travemünder Woche (23. bis 25. Juli 2016) treten die 36 Erst- und Zweitligisten in Travemünde zum dritten Mail in dieser Saison gegeneinander an.
Pressemitteilung Segelbundesliga.de

>> mehr Infos: www.segelbundesliga.de

Gar nicht so schlecht abgeschnitten

Bundesligasegler vom Bodensee in Konstanz
Zweites Wettkampfwochenende der 1. und 2. Liga

Bundesliga_KonstanzSegel-Bundesliga: Erstaunliche Wetter-phänomenen und eine reibungslose Organisation prägten den zweiten Spieltag der Segelbundesliga, der von Freitag bis Sonntag vor der Konstanzer Seestraße stattfand. Und dabei schnitten die Klubs vom Bodensee, in der 1. Bundesliga der Lindauer SC, der SMC Überlingen und der Württembergische YC sowie in der 2. Bundesliga der BYC Überlingen sowie der Konstanzer YC, gar nicht so schlecht ab, auch wenn bessere Platzierungen nahe waren.

Die Wetterprognosen verhießen für Freitag und Samstag nichts Gutes: viel Sonne und wenig Wind war vorhergesagt. Dann kam es direkt vor dem Yachthafen zu einer Thermik, die der Veranstaltung homogenen Ostwind mit vier bis sechs Knoten und damit faire Bedingungen bescherte. „Ein meteorologisches Phänomen! Das habe ich so noch nie gesehen!“, sagt Jokki Helmich, Projektleiter der Segel-Bundesliga, zum Wind exakt da, wo er gebraucht wurde.

In der 1. Bundesliga erwischten die Überlinger einen guten Start. Die 18 Bundesligisten treten in Sechsergruppen, deren Zusammensetzung von Wettfahrt zu Wettfahrt geändert wird, auf identischen J-70-Booten gegeneinander an. Nach zwei dritten Plätzen kam die SMCÜ-Crew in der dritten Wettfahrt als Erste ins Ziel, während die ambitionierten Lindauer mit zwei vierten Plätzen starteten, danach konstanter segelten. Vorwiegend Mittelfeldplätze verbuchte die junge Crew des WYC. Zwar ging die Formkurve in den letzten Wettfahrten leicht nach oben, das selbst gesteckte Ziel, im 18er-Feld in die obere Hälfte zu kommen, wurde mit Rang zehn knapp verfehlt. Den Überlingern gelangen am Sonntag zwar zwei erste Plätze, doch als Siebte des Zwischenklassements verpassten sie die Finalläufe der sechs besten Crews. Hinter den favorisierten Teams des Titelverteidigers Deutscher Touring YC, dem „Seglerhaus am Wannsee“ und dem Bayerischer YC kam der L SC auf einen guten vierten Rang.

Nach dem zweiten Spieltag steht damit der Titelverteidiger aus Tutzing, dessen Teamchef der frühere SSCK-Segler Michael Tarabocchia ist, nach der souveränen Leistung auf dem Bodensee im Gesamtklassement ganz vorn. Der Lindauer SC auf Rang 3 zählt weiter zur Spitze, der SMCÜ und der WYC punktgleich auf Rang 5 und 6 halten sich ebenfalls gut.

Gut lief es zunächst für die Bodensee-Segler in der 2. Bundesliga. Sowohl der BYC Überlingen als auch der Konstanzer YC mischten vorn mit. Allerdings handelten sich die Konstanzer zwei Penaltys ein, sie fielen ein wenig zurück, zogen aber mit den zu diesem Zeitpunkt noch führenden Überlingern ins Finale ein. Dort, so war von der Regattabahn zu hören, belauerten sich die beiden Nachbarn etwas zu sehr, andere Crews machten das Rennen. Während die Überlinger mit zwei fünften Rängen ihre Führung abgaben, kamen die Konstanzer als Vierte und Letzte im Sechserfeld ins Ziel. Am Ende reichte es noch für Rang vier. Die Überlinger stehen im Gesamtklassement auf Rang fünf, die Konstanzer auf Rang drei. Die ersten drei nach fünf Spieltagen steigen direkt in die 1. Bundesliga auf, die nächsten drei nehmen an der Relegationsrunde auf der Hamburger Alster teil.

„Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden, wir haben uns in der 2. Bundesliga gut behauptet“, zog der Konstanzer Teammanager Christian Rau ein zufriedenes Fazit nach dem „Heimspiel“ seiner Crew, zumal sich der KYC, der gemeinsam mit dem WYC für die Organisation des Bundesliga-Spieltages verantwortlich war, als guter Gastgeber präsentierte. „Das ist außerordentlich, was wir hier erleben!“, betonte Jokki Helmich, dass die Bundesliga-Spieltage auf dem Bodensee nicht nur wegen der erstaunlichen Thermik, sondern auch wegen der runden Organisation der Vereine einen festen Platz haben.

SÜDKURIER

Die Bundesliga zu Gast im Konstanzer Yacht Club

Hamburg/Konstanz, 25. Mai 2016 – Alles anders in Konstanz? Nur vier Wochen nach Saisonauftakt steht an diesem Wochenende bereits der zweite Spieltag der Deutschen Segel-Bundesliga 2016 an. In Sachen Teamzusammensetzung hält das Event am Bodensee einiges bereit: Neben der Teilnahme der ersten reinen Frauen-Crew in der Liga-Geschichte versprechen besondere Teamkonstellationen einen spannenden Spieltag. Außerdem steigt der Brauereikonzern Carlsberg als Eventpartner bei der DSBL ein. Sportler und Fans werden künftig stets mit einem kühlen Blonden versorgt.

Erstmalig in der Geschichte der Segel-Bundesliga geht eine reine Frauen-Crew an den Start. Der Liga-Neuzugang aus Schleswig-Holstein, der Schlei Segel Club, schickt die geballte Frauenpower nach Konstanz: Suzanne Willim, Christina Bärwald, Katharina Happel, Eva Heimes und Charlotte Jäkel wollen als Team überzeugen.

„Wir saßen in dieser Konstellation schon oft auf einem Boot. Wir kennen unsere Kommunikation, unsere einzelnen Stärken im Bootshandling und sind ein gutes Team. Unser Ziel ist nicht hoch gesteckt, wir sind in diesem Boot und diesem Format völlige Neulinge und lassen es auf uns zukommen. Aber wir geben dennoch unser Bestes. Wir freuen uns auf ein tolles Event“, so Steuerfrau Suzanne Willim vom Schlei Segel Club. Anstatt mit sonst vier Seglerinnen/Seglern, dürfen reine Frauen-Crews seit dieser Saison mit fünf Seglerinnen starten.

Auch die anderen Clubs bestücken ihre Boote dieses Mal mit ordentlich Frauenpower. Mit dabei unter anderem Tanja Jacobsohn und Jannika Puls für den Lübecker Yacht-Club, Anke Lukosch und Janne Schult für den Lübecker Segler-Verein oder Stephanie Köpcke, Amelie Panuschka und Nele-Marie Bock für den Sieger aus Starnberg, den Mühlenberger Segel-Club.

Schaut man sich die Mannschaftsaufstellung weiter an fällt auf, dass Einiges anders ist als gewohnt: Hat Steuermann Christian Soyka in drei Jahren Segel-Bundesliga nicht ein Event verpasst, fehlt er in Konstanz komplett. Ihn ersetzt der ligaerfahrene Stefan Schimkowski. Auch bei den Nordlichtern vom Blankeneser Segel-Club sucht man Dauer-Steuermann Claas Lehmann auf der Crewliste vergeblich. Er wird durch Stefan Karsunke ersetzt.

Neu mit an Bord ist Carlsberg. Der weltweit viertgrößte Brauereikonzern mit Sitz in Kopenhagen ist ab sofort neuer Event-Partner der Deutschen Segel-Bundesliga. Wir freuen uns auf eine tolle Zusammenarbeit.

Die Rennen starten am 27. Mai ab 11.00 Uhr am Konstanzer Yacht Club (Seestrasse 33, 78464 Konstanz). Alle Zuschauer und Fans sind herzlich eingeladen. Die Wettfahrten werden Samstag und Sonntag jeweils ab 13.00 Uhr live auf www.segelbundesliga.de übertragen.

Konstanzer Crew segelt auf Rang sechs

Berichterstattung im SÜDKURIER vom 03. Mai 2016
Konstanzer Yachtclub überzeugt beim Saisonstart der 2. Bundesliga auf dem Starnberger See. BYC Überlingen belegt den 13. Rang.

Zur Auftaktregatta der Zweitligisten gab es in Starnberg eine große Freude für die teilnehmenden Vereine. Dem Wunsch der Segelvereine entsprechend, beschloss das Liga-Komitee, dass 2016 in beiden Ligen auf den Einheitsbooten des Typs J70 gesegelt wird. Diese schnelle, wendige Jolle hat sich bereits als Einheitsklasse am Bodensee etabliert, auf ihr werden im Rahmen des Lake Constance Battle Klassenregatten mit den Österreichern und Schweizern ausgelobt. „Da gab es neben den Wintertrainingsterminen am Gardasee bei uns vor der Haustüre viele gemeinsame Trainingsstunden mit guten Seglern und direkten Vergleichsmöglichkeiten, ich gehe schon davon aus, dass unsere Mannschaft davon profitiert hat“, schickte Teammanager Christian Rau vom Konstanzer Yachtclub seine Crew hoffnungsfroh nach Tutzing zur ersten Regattaserie.

Genau wie der Bodensee Yachtclub Überlingen konnten sie sich im Feld der Erstligisten im letzten Jahr nicht behaupten und mussten den Abstieg in Kauf nehmen. Während die Konstanzer diese Saison auf eine Stammcrew mit ein paar Reserveseglern setzen, sieht man beim BYCÜ das Potenzial in drei gut aufgestellten Teams mit je sieben Seglern, die entsprechend der Wetter- und Revierbedingungen zu den jeweiligen Regatten geschickt werden sollen. Ohne den Druck der ersten Liga setzt Steuermann Florian Troeger dabei vor allem auf den jungen motivierten Klubnachwuchs, der auch die Zeit für das intensive Training mitbringt.

So hatten Troeger und seine junge Crew am ersten Regattatag trotz eines sehr späten Starts kurz vor 19 Uhr und der langen „nervenaufreibenden Segelbereitschaft“ einen super Auftaktlauf, bei dem sie als Erster über die Ziellinie gingen. Mit drei Zieldurchläufen als Dritter zeigten sie auch am Samstagvormittag noch eine sehr konstante Leistung, waren aber den drehenden- und bis auf 13 Knoten auffrischenden Winden in der zweiten Tageshälfte nicht mehr gewachsen. Deutlich konnte bei der Crew verfolgt werden, wie sich am Sonntag bei den letzten Rennen, als der Wind nachließ, die Ergebnisse wieder besserten. Verstärktes Starkwindtraining dürfte die Konsequenz für den BYCÜ sein, denn ein 13. Platz in der Gesamtwertung ist nicht wirklich zufriedenstellend für einen Ex-Erstligisten.

„Man hat gesehen, es geht“, sagte dagegen Christian Rau über den sechsten Platz seiner Konstanzer. Der Umstieg auf die J 70 kam ihnen entgegen und wirkte sehr motivierend, so auch die Meinung von Steuermann Felix Schrimper, den er zusammen mit Adrian Maier-Ring, Noel Beck und Sebastian Uecker zum Ligastart schickte.

Entsprechend des neuen Ligakonzepts, nach dem die sechs besten Clubs in weiteren drei Wettfahrten um die Podiumsplätze segeln, wären die Konstanzer mit 40 Punkten und ihrem sechsten Platz ins Starnberger-Finale gekommen. Da dort die Punkte doppelt zählen, hätten sie sogar noch eine Chance auf den Gesamtsieg gehabt. Hätten – denn nach dem vollendeten 13. Lauf stellte der Wind ab. Eine kurzfristige Überlegung, die Finalläufe nachzuholen, wurde wieder verworfen, da der organisatorische Aufwand zu hoch gewesen wäre. Mit dem Endstand der Wertungsliste ging es zur Siegerehrung, und so wurde der Mühlenberger SC Etappensieger dieser Veranstaltung. Die Plätze zwei und drei auf dem Podest ergatterten der Hamburger SC und der Potsdamer Yachtclub.

Vom 27. bis 29. Mai gastiert die Segelbundesliga zu ihrem zweiten Start in Konstanz, wo die Segler auf ihren Heimvorteil bauen und die Besucher erstklassigen Segelsport von der Mole des Hafens aus verfolgen können.

SÜDKURIER, Kerstin Hahn
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