Bundesliga

1. und 2. Segel-Bundesliga in Konstanz 17.-19. Juni 2019 Team vom Konstanzer Yacht Club landet auf Platz 13 von 18 Clubs.

Vom 17.-19. Mai waren die 1. und 2. Segel-Bundesliga zu Gast beim Konstanzer Yacht Club (KYC) zum zweiten Event der laufenden Saison. Gesegelt wurde auf zwei Regattabahnen im Konstanzer Trichter, wobei eine Wettfahrtleitung vom Württembergischen Yacht-Club aus Friedrichshafen gestellt wurde.

Team-KYC_smallNachdem in der Vorwoche geradezu ideale Segelbedingungen bei Nordostwetterlage herrschten ist der Wind leider pünktlich auf den Event eingeschlafen. Am Freitag wurden die 18 Teams in beiden Ligen zwar aufs Wasser geschickt, aber der Wind war zu schwach für einen Startversuch. Im Verlauf vom Samstag mussten die Bahnen bei leichtem Südostwind bis Stärke 1 mehrfach in aufkommende Windstriche umgelegt werden und bis in den Abend konnten insgesamt 11 Einzelrennen gesegelt werden. Der Wettfahrtleiter der 1. Bundesliga, Markus Giel vom KYC, hatte den Vorzug beim Wählen der Bahnposition, wodurch mehr Rennen zustande gekommen sind als in der 2. Liga, die nur 1 Flight absolvierte. Am Sonntag waren die Windverhältnisse nur unwesentlich besser mit Leichtwind aus Südwest bis Stärke 1,5, aber es konnten schlussendlich in der 1. Liga insgesamt 5 und in der 2. Liga 4 Flights gesegelt werden, wodurch in beiden Ligen ein gültiges Endergebnis für die Bundesliga zustande kam.

Das Team vom Konstanzer Yacht Club mit Felix Schrimper an der Pinne und Crew Johannes Voight, Albert Gerstmaier und Sebastian Uecker haben am Ende einen etwas undankbaren 13. Platz belegt im dichten Mittelfeld der 2. Bundesliga. Die große Leistungsdichte kann man am Punktestand erkennen, die Plätze 9 bis 14 sind punktgleich und mit nur einem Punkt weniger wäre der 7. Gesamtrang in Reichweite gewesen. Das Team war mit seiner seglerischen Leistung dennoch zufrieden, nur die Ausbeute ist aufgrund der engen Punkteverhältnisse im Mittelfeld etwas enttäuschend. Die Mannschaft war gut eingespielt, vor allem haben die bei kleinen Bahnlängen wichtigen Starts gut geklappt, aber bei der Wahl der Seite lag man zu oft daneben. Winddreher und kleine Windstriche haben sich kaum angekündigt und waren schwer zu lesen. Auch beim Gate an der Leetonne war Vorsicht geboten, da unterschiedliche Rundungsrichtungen bei den wechselnden Bedingungen große Verschiebungen ergeben konnten. An der Vorbereitung lag es indes nicht, im Vorfeld war das KYC-Team mit 2 Booten und Crews eine Woche am Gardasee zum Trainieren.

Die anderen Bodenseeteams kamen mit den Verhältnissen besser zurecht, der befreundete Bodensee-Yacht-Club Überlingen erreichte in der 2. Bundesliga einen ausgezeichneten 4. Platz. In der 1. Bundesliga segeln derzeit der Segel- und Motorboot-Club Überlingen, der auf Platz 15. Landete, sowie der Württembergische Yacht-Club, der auf einen hervorragenden 5. Platz kam.

Abgesehen von den Windverhältnissen waren die 3 Tage im Konstanzer Yacht Club geprägt von einem guten Rahmenprogram, perfekter Organisation mit einem großen Helferteam, insgesamt ein rundum gelungener Event. In einer Flautenperiode an Land wurde kurzerhand ein Stand-Up Paddle Board-Wettbewerb durchgeführt, wo jeweils 2 Teams (8 Personen) gemeinsam auf einem Board einen Parcours gegen die Zeit abfahren mussten. Eine neue Erfahrung für alle Teilnehmer waren auch die frisch renovierten Clubräumlichkeiten in der Villa Prym und das neue Gastronomie-Team, womit der KYC in der Gastgeberrolle überzeugen konnte. Im Überschwang der Begeisterung wurde sogleich vorgeschlagen, die KYC-Adresse für die Zukunft umzubenennen von der bisherigen Seestraße in „Liga-Allee 1“.

mehr Informationen unter: segelbundesliga.de

Robert Montau (Konstanzer Yacht Club)

Der Bodensee ruft: Weiter geht’s in Konstanz mit der Deutschen Segel-Bundesliga!

Hamburg, 14. Mai 2019 – Zwei Wochen nach dem spannenden Saisonauftakt der Deutschen Segel-Bundesliga fiebert Segel-Deutschland dem zweiten Spieltag am kommenden Wochenende (17. bis 19. Mai) in Konstanz am Bodensee entgegen. Können die Sieger des ersten Spieltags ihren Erfolg wiederholen? Start der Rennen der besten 36 Segelclubs der 1. und 2. Segel-Bundesliga ist Freitag um 11.00 Uhr beim gastgebenden Konstanzer Yacht Club (KYC).

„Wir freuen uns am kommenden Wochenende Gastgeber des zweiten Spieltags der Deutschen Segel-Bundesliga in Konstanz zu sein. Wir erwarten eine hohe lokale Unterstützung unserer Fans. Revierkenntnisse sind bei einer derartig hohen Leistungsdichte, wie es in der Bundesliga der Fall ist, leider kein besonderer Vorteil. Da muss einfach Motivation mit aufs Wasser – und die haben wir“, sagt Christian Rau, Team-Manager des KYC.

Das Renngeschehen kann ab Freitag 11.00 Uhr live und hautnah beim Konstanzer Yacht Club (Seestraße 33) verfolgt werden. Für Journalisten stehen Presseboote bereit. Bei Interesse melden Sie sich bitte vorab bei Maximiliane Hillmann (m.hillmann@konzeptwerft.com).

Zusätzlich dazu werden die Rennen Samstag und Sonntag ab 12.00 Uhr wieder live auf segelbundesliga.de übertragen. Darüber hinaus ermöglichen die SAP Sailing Analytics mit einem Live Leaderboard, 2D-Visualisierungen und GPS-Tracking Seglern, Fans und allen Interessierten das Renngeschehen jeder Zeit und überall zu verfolgen.

Deutsche Segel-Bundesliga GmbH
Maximiliane Hillmann

-> Konstanz_Crewliste_1.-und-2.-Segel-Bundesliga

Deutsche Junioren Segel-Liga – Event Nr.1 in Starnberg

Am vergangenen Wochenende fand der Saisonstart für die Junioren Segel-Liga im Bayrischen Yacht Club am Starnberger See statt. Für den Konstanzer Yacht Club an den Start gingen: Anton Löwe am Steuer, zusammen mit seiner Crew bestehend aus Luis Schaubhut, Albert Gerstmair und Jonas Jung.

Für den Konstanzer Yacht Club an den Start ging Anton Löwe am Steuer, zusammen mit seiner Crew bestehen aus Luis Schaubhut, Albert Gerstmair und Jonas Jung.

Für den Konstanzer Yacht Club an den Start gingen: Anton Löwe am Steuer, zusammen mit seiner Crew bestehend aus Luis Schaubhut, Albert Gerstmair und Jonas Jung.

Das Wetter zeigte sich, für Mitte Mai, nicht gerade von seiner sommerlichen Seite. Temperaturen um die 5 Grad und Dauerregen stellten das Ölzeug auf die Probe, doch wenigstens hatte es gute Windbedingungen und am Samstag teils sogar so viel Wind, dass der Gennaker nicht mehr gesetzt werden durfte.
Von den 24 teilnehmenden Teams landete die Crew vom KYC am Ende des Wochenendes auf einem 19. Platz. Nicht ganz das Ergebnis, was sich das Team vorgestellt hatte, doch Luis Schaubhut geht mit einer positiven Bilanz aus dem Wochenende: „Wir hatten zu hohe Erwartungen an uns und wurden vom dem starken Feld etwas überrascht, doch wenn wir in den Rennen mal Ruhe im Team hatten, lief es an sich gut und wir konnten auch vorne mitsegeln.“
Neben einer tollen Organisation auf dem Wasser, ließ sich der Bayrische Yacht Club auch mit dem Landprogramm nicht lumpen. Von Frühstück bis Abendessen gab es alles für die jungen Segler, so dass die Teams auch an Land eine tolle Zeit hatten.
Trotz des holprigen Starts in Starnberg, lässt sich das Team nicht unterkriegen und wird nochmal viel bis zum nächsten Event in Travemünde trainieren. „Der Bootsspeed passt auf jeden Fall schon mal sehr gut, nur taktisch müssen wir noch stärker werden, dann steht einer besseren Platzierung nichts mehr im Wege!“ so Anton Löwe.

Bericht: Carla Rau

Bild: Adrian Maier-Ring

2. Segel-Bundesliga am Starnberger See 3.-5. Mai 2019 –– Team vom Konstanzer Yacht Club mit 8. Platz von 18 Clubs.

In der ersten Begegnung der deutschen Segel-Bundesliga am Starnberger See gab es zwar kontinuierlich Wind für alle 16 Regattarunden mit je drei Startgruppen aber alle Teams wurden mit häufigen Winddrehern und insgesamt ziemlich kaltem Wetter konfrontiert.

von links: Sebastian Uecker (Vorschiff), Johannes Voigt (Taktik), Felix Schrimper (Steuermann) und Albert Gerstmaier (Trimm)

von links: Sebastian Uecker (Vorschiff), Johannes Voigt (Taktik), Felix Schrimper (Steuermann) und Albert Gerstmaier (Trimm)

Das Team vom Konstanzer Yacht Club ist mit Felix Schrimper am Steuer, Johannes Voigt als Taktiker, Albert Gerstmaier zuständig für den Trimm und Sebastian Uecker am Vorschiff mit seinem 8. Platz nur zum Teil zufrieden auch weil man ihn für verdient hält. „Wir haben nach dem guten Windtraining am Gardasee zu lange gebraucht, das Boot bei den Leichtwindregatten auf schnell zu trimmen. Das hat uns drei Mal den 5.Platz und zwei Mal den 6. Platz gekostet, aber die beiden letzten Einzelregatten, die haben wir in unsere Gruppe wieder als 1. gewinnen können; insofern nehmen wir diese Zuversicht jetzt mit nach Konstanz, wo ja in zwei Wochen das zweite Battle der Liga steigt“, so die Zwischenbilanz der Crew.

Gewonnen hat der Blankeneser Segel-Club vor dem Hamburger Segel Club und dem Potsdamer Yacht Club, alles Team, in deren Heimatrevier auf der Alster und dem Wannsee in Berlin ebenfalls oft drehende Windverhältnisse herrschen. Das zweite Süddeutsche Team, ebenfalls vom Bodensee, der BYCÜ aus Überlingen um Steuermann Hubert Merkelbach erreichte den 11. Platz und sieht ebenfalls mehr Potential nach oben für die noch kommenden Events der Ligaserie.

In der ersten Bundesliga gewann mit deutlichem Abstand der Verein Segelhaus am Wannsee vor dem Chiemsee-Yacht Club und dem Bayerischen Yacht Club. Der Vorjahressieger, der Norddeutsche Regatta Verein NRV, kam mit den drehenden Winden im deutschen Binnenreview nicht so gut zurecht und erreichte Platz 7.

„Und, was habt ihr gelernt dieses Wochenende?“ war die abschliessende Frage an den Konstanzer Felix Schrimper. Spontane Antwort: „Wenn´s kalt ist, wärmen auch zwei Bier an Land nicht wirklich, aber wir hatten trotzdem ´ne Menge Spass“.
Martin Rösch (Konstanzer Yacht Club), Bilder copyright Lars Wehrmann (www.larswehrmann.de)

Das erste Bundesliga Event (2019) Starnberg.

Das erste Bundesliga Event (2019) Starnberg.

Vorbereitung für die Segel-Bundesliga und Jugendliga–Saison: J70 Training am Gardasee

Frühjahrstraining am GardaseeDie Segel-Bundesliga wirft ihre Schatten voraus. Alle Teams sind schon in konzentrierter Vorbereitung und dieses Jahr gibt es erstmalig auch eine Jugendliga Serie auch in der J70-Klasse, die mit vier Personen gesegelt wird. Der Konstanzer Yacht Club und andere Clubs vom Bodensee haben sich zusammengetan und ein gemeinsames Training am Gardasee organisiert. Dort ist es normalerweise im April schon deutlich wärmer und die Windgarantie ist besser.

So haben sich denn 9 Boote und 50 Segler zusammengefunden: drei Teams vom WYC aus Friedrichshafen, 2 Teams aus Konstanz vom KYC respektive seiner schon seit über hundert Jahren eigenständigen Jugendabteilung, dem Schüler Segel Club Konstanz (SSCK), und jeweils ein Team aus Fischbach, Radolfzell, Langenargen und einem norddeutschen Verein aus Warnemünde. Die beiden Trainer Jochen Frik, einem Altstar, der schon bei Olympia mitwirkte und Christian Rau, der am Bodensee maßgeblich mithalf, die J70 Klasse zu etablierten, teilten sich auf um sowohl der Leistungsspitze als auch den Nachwuchsteams gerecht zu werden. Am Nachmittag wurden dann jeweils mit allen Booten kurze Starts geübt, die verschiedenen Tonnen-Manöver und kleine gemeinsame Regatten gesegelt. Carla Rau, eine Seglerin aus dem Nachwuchsteam des SSCKs äusserte sich begeistert: „Wir haben so viele Feinheiten gelernt im Trimm und in der optimalen Gewichtsverlagerung und wir haben auch gelernt, dass man bei Starten vor allem Schwung braucht; es reicht nicht am richtigen Platz auf der richtigen Seite der Startlinie zu sein.“ Aber auch für die alten Hasen wie Felix Diesch vom WYC oder Felix Schrimper vom KYC ist ein solches konzentriertes Einfinden in Schiff und Trimm essentiell. „Das Training war eine perfekte Vorbereitung für die Saison und wir freuen uns vor allem über die tolle Zusammenarbeit mit unserem Junioren Liga Nachwuchs“ äusserte sich Felix Schrimper. Insgesamt zeichnet sich die J70-Klasse durch einen tollen Teamspirit aus. Es gibt viel fachlichen und ebenso sozialen Austausch und so gipfelte auch das Gardasee Training in einem Teamabend mit allen fünfzig Teilnehmern bei einem ganz ursprünglichen Italiener im Hinterland des Gardasees nach dem Motto ´all you can eat´.

Segeln ist und bleibt ein Natursport und auch diese Dimension kann Teil eines Trainings werden. Gegen Ende des Trainings wurden die Trainer und alle Crews von einem Gewitter überrascht, das viel schneller als erwartet mit Böen der Windstärke 10 und fliegendem Wasser hereinbrach. Obwohl man in solchen Fällen nur noch die Segel herunternehmen kann, gleichwohl zerbarsteten dabei einige Grosssegel und Gennacker. Der Wind so stark, dass nur die Angriffsfläche auf Rumpf, Mast und Crew ausreichte, die Schiffe mit dem Mast flach aufs Wasser zu legen. Die Crew klammert sich dann an die Reling in Luv und kann nur warten bis sich das Boot wieder aufrichtet. Nach einer guten halben Stunde zeigte sich dann wieder ein unbeschwertes Sonnenscheinchen wie, wenn nichts gewesen wäre. Neben gerissenen Segeln haben alle Boote auch den Verklicker im Masttop verloren aber, es wurde niemand verletzt. Auch solche Erlebnisse gehören zum Segelsport.

Der erste Segel-Bundeliga-Event findet schon nächstes Wochenende 3.-5. Mai in Starnberg statt. Der zweite Event in Süddeutschland ist dann gleich vom 17.-19.Mai in Konstanz, den der Konstanzer Yacht Club unterstützt vom WYC, Friedrichshafen, als Gastgeber der 36 Vereine aus ganz Deutschland ausrichtet. Gespannt sind wir auch auf den Verlauf der Jugendliga, die am zweiten Mai-Wochenende ebenfalls in Starnberg stattfindet. Für den Konstanzer SSCK startet erstmalig ein junges Team um Anton Löw als Steuermann. Hier drücken wir ebenso wie unserem Team in der 2. Bundesliga um Felix Schrimper feste die Daumen.
von  Martin Rösch (Konstanzer Yacht Club)

Training_Gardasee

2. Segel-Bundesliga am Starnberger See 8.-10. Juni 2018

Team vom Konstanzer Yacht Club nicht ganz zufrieden mit 8. Platz von 18 Clubs.

In der zweiten Begegnung der zweiten deutschen Segel-Bundesliga in Tutzing am Starnberger See herrschten Leichtwindverhältnisse vor; es gab aber auch Flauten und Gewitter. Das Team vom Konstanzer Yacht Club ist mit seinem 8. Platz bei 31 Punkten nur zum Teil zufrieden weil man, wie Midschiffsmann Noel Beck erklärte, deutlich mehr hätte erreichen können.

Bundesliga_KYC_Tutzing

Mit drei Punkten weniger wäre man vierter geworden, mit drei Punkten mehr noch immer achter geblieben. Entscheidend dazu war der allerletzte Lauf, in dem man nach drei Stunden Warten auf Wind dann irgendwie nicht rechtzeitig genug wieder auf aggressive Schnelligkeit umstellen konnte. Nicht nur in der Tabelle auch im Finish auf dem Wasser geht es sehr eng zu. Oft erreichen alle sechs Boote eines Fleetraces nahezu gleichzeitig die Wendemarken und neben Bootsbeherrschung sind es auch intime Regelkenntnisse, die Vorteile bringen. Zur Dynamik des Geschehens gehört auch, dass stets ein Juryboot dicht am Geschehen ist und mit Flaggen wird sofort angezeigt wer im Recht ist und wer eine Strafdrehung zu büssen hat.

Das Team vom Konstanzer Yachtclub mit Felix Schrimper an der Pinne, Johannes Vogt als Taktiker, Noel Beck an der Genua und Dominic Maier-Ring auf dem Vorschiff sehen trotz des ordentlichen Ergebnisses noch Luft nach oben. „Wir haben in den zehn Regatten drei Mal einen ersten Platz und zwei Mal einen zweiten Platz gefahren, aber halt auch zwei Mal letzter Platz und einmal Vorletzter“ so Felix Schrimper „und wir haben auf dem Heimweg die Gründe dafür reflektiert“. Die schlechten Plätze, so resümierte Felix weiter, waren alle in Wettfahrten, in denen es vorher lange Pausen gab. Man brauche wohl noch eine gemeinsame mentale Konzentration kurz vor dem Start um sich wieder voll auf den Wettbewerb auszurichten. Und so mag der Stachel, sein Potential nicht voll entfaltet zu haben, ein guter Anreiz sein, in den nächsten Wettfahrtserien im Norden Deutschlands zeigen zu wollen, dass man auch im Süden auf Kante segeln kann.

Das zweite Team vom Bodensee in dieser Segel-Liga ist der BYCÜ (Bodensee Yacht Club Überlingen), die nach einem glänzenden Start im Ligaauftakt in Friedrichshafen nun nur den gesamthaften 15. Rang erreichen konnten, sich jedoch wenigstens mit einem Tagessieg in der letzten Regatta wieder die Zuversicht für die nächste Begegnung holten.        

Martin Rösch (Konstanzer Yacht Club)


 

 

Auftakt der Segel-Bundesliga–Saison in Friedrichshafen 27.- 29. April 2018

Die erste und zweite Segel-Bundesliga hat einen sonnigen Auftakt am Bodensee erlebt. Je 18 Teams aus ganz Deutschland trafen sich in Friedrichshafen zu ihrem ersten Regatta-Event.

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Das Team vom Konstanzer Yacht Club um Felix Schrimper (blaues Boot) mit Crew Dominik Maier-Ring, Caroline Schrimper und Sebastian Uecker unmittelbar nach einem Start zur zweiten Segel-Bundesliga 2018 in Friedrichshafen am vergangenem Wochenende.

Während der Württembergische Yachtclub (WYC) die Organisation für die 1. Segel-Bundesliga verantwortet übernahm der Konstanzer Yacht Club (KYC) mit Wettfahrtleiter Christian Rau die Organisation der 2. Liga. In beiden Ligen konnten 36 Regatten gesegelt werden; jeder Club hatte zwölf Mal die Gelegenheit zum direkten Kräftemessen in einem Feld von jeweils sechs identischen J-70 Booten, die sich nur durch ihre Farbe unterscheiden.

In der ersten Liga gewann der norddeutsche Regattaverein (31 Punkte) und bester Club vom Bodensee war Gastgeber WYC mit einem respektablen 8 Rang (38 Punkte), während der Überlinger SMCÜ mit nur einem Punkt Abstand den 10.Platz belegte.

In der zweiten Liga gewann souverän die Seglergemeinschaft Lohheider See bei Duisburg (24 Punkte), Binnen­segler, die sich jedoch intensiv auf die Saison vorbereitet hatten. Der Überlinger BYCÜ belegte mit 34 Punkten einen famosen dritten Platz und mit nur drei Punkten mehr plazierten sich die Konstanzer vom KYC auf Platz 8.

Dies zeigt auch, dass die Leistungsdichte enorm angezogen hat. Oft waren alle sechs Boote innerhalb von 20 Sekunden an der ersten Wendemarke im Luv. Ein kleinster Fehler kostet meist schon einen Platz. Ein Knoten im Gennacker beim Setzen oder Halsen (das ist das bunte Segel auf den Kursen mit Wind von hinten) und sei es nur für ein paar Sekunden kann schon den Verlust von drei Plätzen bedeuten. Die Bemerkung eines Trainers im Nach-Briefing mit seiner Crew mag auch belegen wie optimiert heute in den Liegen gesegelt wird: „Also, Du hast dann den Gennacker gesetzt, richtig ?“ „Ja, hab ich“, die Antwort. „Du sollst aber nicht einfach den Gennacker setzen , du sollst explodieren dabei !“

Unter allen 36 Teams beider Liegen dominieren mit über zwei Drittel Mehrheit die norddeutschen Clubs und so ist die Anreise an den Bodensee für viele schon ein weiter Weg. Allerdings wurden sie mit schönstem Sonnenwetter und trotz kurzer Flautenphasen doch auch mit beständigen gutem Leichtwind-Konditionen belohnt. „Das ist ja eine tolle Wasserfarbe hier“, „Was eine Kulisse!“ „Süsswasser ist schon auch angenehm“ waren gehörte Bemerkungen von Teammitgliedern aus dem Norden. Eine grosse Zahl von Helfern, über 100 Personen, war im Einsatz um diesen gelungenen Event reibungslos abzuwickeln und so dürfte Friedrichshafen als ein versprechender Auftakt zu einer wettbewerbs­intensiven Saison zu werten sein.
Martin Rösch (Konstanzer Yacht Club)

>> Mehr Informationen unter: http://segelbundesliga.de/

Kurz vor einem der Start bei der zweiten Segel-Bundesliga 2018 in Friedrichshafen. Alle Crews wechseln bei jedem Lauf die Boote, die nur durch Ihre Farbe unterschieden sind.

Kurz vor einem der Start bei der zweiten Segel-Bundesliga 2018 in Friedrichshafen.
Alle Crews wechseln bei jedem Lauf die Boote, die nur durch Ihre Farbe unterschieden sind.

Vorbereitung für die Segel-Bundesliga–Saison: J70 Training am Gardasee

Die erste und zweite Segel-Bundesliga wirft ihre Schatten voraus. Das erste „Battle“ findet schon vom 27. bis 29. April in Friedrichshafen am Bodensee statt. Und die Wettbewerbsdichte in beiden Liegen ist sehr eng und inzwischen auf noch höherem Niveau als in der Vergangenheit.

J70_Training_April-2018Nach der Winterpause ist es daher unabdingbar zuvor noch zu trainieren. So haben sich denn zehn J70 Boote vom Bodensee und ihre Mannschaften am Gardasee eingefunden um dort mit der Erwartung auf etwas wärmeres Wetter und Wind sich fit zu machen für die neue Saison. Auch einige der norddeutschen Clubs hatten die gleiche Idee und so kam es zu einem ansehnlichen und hochkarätigem Feld. Das Training für die erste Liga übernahm Jochen Frik aus Überlingen, für die zweite Liga setzte Christian Rau vom KYC aus Konstanz das Programm. Im Vordergrund standen wieder Manöver und Trimm und wenn es auch nicht wie in der Formel 1 um Zehntelsekunden geht, so doch eindeutig um Sekunden. Christian Rau teilte uns mit: „Einmal haben wir 12 Boote gleichzeitig nach Luv um die Boje geschickt und ich musste hektisch pfeiffen und warnen weil alle gleichzeitig oben ankamen. Wir haben dann in der Folge maximal sechs Boote gegeneinander antreten lassen.“
Der Konstanzer Yacht Club segelt in der Saison 2018 erneut in der 2. Segelbundesliga und auch dieses Jahr setzt er auf ein breites Team auch mit jungen Mitgliedern aus dem Schüler-Segel-Club Konstanz. Im Gegensatz zu manchen anderen Clubs, die eine reine Eliteförderung betreiben, möchte man bei Konstanzer Yacht Club sich mit einem Spagat behaupten: Ziel für die Saison ist es unter den besten 10 zu sein und damit den Klassenerhalt souverän zu sichern und gleichermassen die Regattaserien mit rollierenden Positionen und wechselnden Crewmitgliedern zu bestücken. So waren denn am Gardasee mit Felix Schrimper, Adi Maier-Ring und Caroline Schrimper auch drei sich abwechselnde Steuerleute mit im Training.
Was unisono alle begeistert hatte, war der Zusammenhalt in dieser Klasse. Man hilft sich gegenseitig (auch mit dem gelegentlichen Austausch von Crewmitgliedern), mit Tips und viel Lachen. Der nicht-seglerische Höhepunkt war ein Geheimtip der Überlinger Crew, die 8 km entfernt in den Bergen ein Restaurant wussten, das 52 Segler aufnehmen konnte und in einer Fülle und Qualität bewirten konnte, dass „man sich den Ranzen halten musste“ und das zu einem Preis, den sich auch wirklich jeder Student leisten konnte.
Schon Ende April trifft man sich wieder in Friedrichshafen und man wird dann sehen, wer am meisten vom Training profitiert hat.
Bericht von Martin Rösch

Konstanzer Yacht Club in der 2. Segel Bundesliga vor Travemünde: Klassenerhalt gesichert

„Klar sind wir zufrieden! Und es hat wieder eine Menge Spass gemacht“ Adrian Maier-Ring, der diesmal am Ruder war, muss nicht lange nachdenken, als er am Telefon auf der Heimfahrt im Auto gefragt wird wie es denn so lief. „Wir haben einen 9. Platz und wir waren nicht das eingespielte Team. Felix Schrimper ist ausgefallen, er hat Prüfungen und die gehen vor.“

Bundesliga_Travemuende

Caroline Schrimper und Dominik Maier-Ring haben die Positionen gewechselt und waren gemeinsam für Taktik und Grosstrimm zuständig und Noel Beck sorgte in gewohnter Manier für solide Vorschiffsarbeit. Drei von den insgesamt 15 Fleetraces endeten als Letzter; die Fehler lagen bei einem Frühstart am ersten Tag , einem Strafkringel und was den letzten Segeltag betrifft vielleicht auch noch an den Nachwirkungen des tollen Rahmenprogramms auf der Travemünder Woche. Für Caro und die Jungs war dies die Cuba Libre Wettfahrt in Anspielung auf das heitere Feiern auf dem Grosssegler Passat, auf den alle Crew vom Veranstalter eingeladen worden sind und was ein Highlight empfunden wurde. Allerdings, so sei angemerkt, gab es auch drei erste Plätze, die ebenso lachend angenommen wurden wie die weniger erfolgreichen Ergebnisse.

Der Bodensee Yachtclub Überlingen hatte einen beeindruckenden Auftakt mit drei ersten Plätzen am ersten Segeltag. In der Folge konnte dieses Ergebnis zwar nicht gehalten werden mit einem gesamt 7.Platz verbuchten die Überlinger allerdings ihr bisher bestes Ergebnis und sind ebenfalls sehr zufrieden.

Insgesamt nach vier von fünf Wettfahrtserien stehen die Konstanzer jetzt auf einem respektablen 5.Platz. Selbst wenn die letzte Regattaserie in Glücksburg voll gänzlich scheitern würde, wäre dennoch der Klassenerhalt in der 2. Segel-Bundesliga gesichert. Und mit etwas Glück besteht sogar noch die Möglichkeit wieder aufzusteigen in die erste Liga. Insgesamt steigen nämlich die ersten vier Teams in die erste Liga auf und die letzten sechs Teams von den insgesamt 18 Mannschaften steigen ab. Das Saisonziel eines Klassenerhalts ist somit schon frühzeitig erreicht und nimmt alle Belastung vor der letzten Wettfahrtserie. Der zweite Club vom Bodensee, der Überlingen BYCÜ steht derzeit insgesamt auf Platz 10 und muss noch etwas bangen, hat allerdings einen komfortablen 8 Punkte Vorsprung gegenüber den Absteigerplätzen. Auf den ersten vier Plätzen sind allesamt norddeutsche Segelvereine mit der Segelvereinigung Itzehoe souverän führend.

Martin Rösch, KYC
>> Weitere Informationen www.segelbundesliga.de
>> Bericht im SÜDKURIER www.skol.de

Konstanzer Yacht Club nach Warnemünder Regattaserie auf Platz 4 in der Gesamtwertung der 2. Segel Bundesliga

Viel Wind, Salzwasser und Wellen: eigentlich nicht gerade die besten Bedingungen für Bodensee-Segler. Und doch hat sich das junge Team vom Konstanz ganz gut geschlagen

„Booh, das war ja ein richtiger Kampf“ meinten die Jungs in einem Telefonat nach dem Einlaufen am Sonntag. „Wir hatten 5-6 Windstärken und eine 2 Meter Welle, das haut rein. Einer unserer Konkurrenten ist heute gekentert und hat dabei den Mastgebrochen. Und wenn wir den grossen Gennacker setzen, dann geht die Post ab. Leider hatten wir auch zwei Sonnenschüsse heute, da wird man dann sofort nach hinten gereicht“. Zur Erklärung: als ´Sonnenschuss´ bezeichnen Segler die Situation wenn unter Spinnacker oder Genacker bei viel Wind von hinten das Boot ins Schaukeln kommt und dann der Wind lateral auf die Segel einwirkt was dann dazu führen kann, dass das Boot stossartig anluvt und man nicht mehr ausreichend Einwirkungskraft mit dem Ruderblatt hat, dies zu kompensieren. In der Wirkung legt sich das Boot extrem auf die Seite und macht einen Satz nach Luv. Dann gilt es sich gut festzuhalten und die Segel zu fieren und hoffen, dass nichts reisst oder kaputtgeht. Bei achterlichem Wind wenn ein Boot schneller ist als die Welle, mag es vorkommen, dass man in eine voraus stehende Welle reinbraust, stecken bleibt und dann eben auch leicht in diese Situation eines ´Sonnenschusses´ kommt. In solchen Momenten gehen die Sekunden endlos langsam und die Konkurrenten, die ohnehin relativ dicht aufeinander segeln, rauschen rechts und links vorbei. So hat das Konstanzer Team in den 16 Einzelregatten zwei mal den letzten Platz belegt, aber in anderen Wettfahrten auch fünf Mal den ersten Platz. So reichte es gesamthaft zu einem sechsten Platz in Warnemünde.

Der andere Verein vom Bodensee, der Überlinger BYCÜ holte am letzten Tag der Regattaserie gewaltig auf und schloss mit einem 10.Platz. Das Ziel beider Mannschaften, sich damit unter den ersten zehn zu plazieren war damit erreicht.

Insgesamt nach drei Wettfahrten stehen die Konstanzer jetzt auf einem respektablen 4.Platz mit nur wenigen Punkten Abstand nach oben zum Flensburger Segelclub (Platz 2) und dem akad.Segelverein Warnemünde (Platz 3), allerdings mit ebenso wenig Abstand auf die Verfolger (Blankeneser Segel Club und Schlei Segel Club). Die Segelvereinigung Itzehoe führt relativ souverän und der Überlinger BYCÜ stehen insgesamt auf Platz 12. Jedoch noch gibt es zwei weitere Events auch an der Küste: im Juli in Travemünde und im August in Glücksburg. Erst dann stehen die Ergebnisse der Segel-Bundesliga für 2017 fest.

Martin Rösch, KYC