Bundesliga

2. Segel-Bundesliga am Starnberger See 8.-10. Juni 2018

Team vom Konstanzer Yacht Club nicht ganz zufrieden mit 8. Platz von 18 Clubs.

In der zweiten Begegnung der zweiten deutschen Segel-Bundesliga in Tutzing am Starnberger See herrschten Leichtwindverhältnisse vor; es gab aber auch Flauten und Gewitter. Das Team vom Konstanzer Yacht Club ist mit seinem 8. Platz bei 31 Punkten nur zum Teil zufrieden weil man, wie Midschiffsmann Noel Beck erklärte, deutlich mehr hätte erreichen können.

Bundesliga_KYC_Tutzing

Mit drei Punkten weniger wäre man vierter geworden, mit drei Punkten mehr noch immer achter geblieben. Entscheidend dazu war der allerletzte Lauf, in dem man nach drei Stunden Warten auf Wind dann irgendwie nicht rechtzeitig genug wieder auf aggressive Schnelligkeit umstellen konnte. Nicht nur in der Tabelle auch im Finish auf dem Wasser geht es sehr eng zu. Oft erreichen alle sechs Boote eines Fleetraces nahezu gleichzeitig die Wendemarken und neben Bootsbeherrschung sind es auch intime Regelkenntnisse, die Vorteile bringen. Zur Dynamik des Geschehens gehört auch, dass stets ein Juryboot dicht am Geschehen ist und mit Flaggen wird sofort angezeigt wer im Recht ist und wer eine Strafdrehung zu büssen hat.

Das Team vom Konstanzer Yachtclub mit Felix Schrimper an der Pinne, Johannes Vogt als Taktiker, Noel Beck an der Genua und Dominic Maier-Ring auf dem Vorschiff sehen trotz des ordentlichen Ergebnisses noch Luft nach oben. „Wir haben in den zehn Regatten drei Mal einen ersten Platz und zwei Mal einen zweiten Platz gefahren, aber halt auch zwei Mal letzter Platz und einmal Vorletzter“ so Felix Schrimper „und wir haben auf dem Heimweg die Gründe dafür reflektiert“. Die schlechten Plätze, so resümierte Felix weiter, waren alle in Wettfahrten, in denen es vorher lange Pausen gab. Man brauche wohl noch eine gemeinsame mentale Konzentration kurz vor dem Start um sich wieder voll auf den Wettbewerb auszurichten. Und so mag der Stachel, sein Potential nicht voll entfaltet zu haben, ein guter Anreiz sein, in den nächsten Wettfahrtserien im Norden Deutschlands zeigen zu wollen, dass man auch im Süden auf Kante segeln kann.

Das zweite Team vom Bodensee in dieser Segel-Liga ist der BYCÜ (Bodensee Yacht Club Überlingen), die nach einem glänzenden Start im Ligaauftakt in Friedrichshafen nun nur den gesamthaften 15. Rang erreichen konnten, sich jedoch wenigstens mit einem Tagessieg in der letzten Regatta wieder die Zuversicht für die nächste Begegnung holten.        

Martin Rösch (Konstanzer Yacht Club)


 

 

Auftakt der Segel-Bundesliga–Saison in Friedrichshafen 27.- 29. April 2018

Die erste und zweite Segel-Bundesliga hat einen sonnigen Auftakt am Bodensee erlebt. Je 18 Teams aus ganz Deutschland trafen sich in Friedrichshafen zu ihrem ersten Regatta-Event.

Bundesliga_FN

Das Team vom Konstanzer Yacht Club um Felix Schrimper (blaues Boot) mit Crew Dominik Maier-Ring, Caroline Schrimper und Sebastian Uecker unmittelbar nach einem Start zur zweiten Segel-Bundesliga 2018 in Friedrichshafen am vergangenem Wochenende.

Während der Württembergische Yachtclub (WYC) die Organisation für die 1. Segel-Bundesliga verantwortet übernahm der Konstanzer Yacht Club (KYC) mit Wettfahrtleiter Christian Rau die Organisation der 2. Liga. In beiden Ligen konnten 36 Regatten gesegelt werden; jeder Club hatte zwölf Mal die Gelegenheit zum direkten Kräftemessen in einem Feld von jeweils sechs identischen J-70 Booten, die sich nur durch ihre Farbe unterscheiden.

In der ersten Liga gewann der norddeutsche Regattaverein (31 Punkte) und bester Club vom Bodensee war Gastgeber WYC mit einem respektablen 8 Rang (38 Punkte), während der Überlinger SMCÜ mit nur einem Punkt Abstand den 10.Platz belegte.

In der zweiten Liga gewann souverän die Seglergemeinschaft Lohheider See bei Duisburg (24 Punkte), Binnen­segler, die sich jedoch intensiv auf die Saison vorbereitet hatten. Der Überlinger BYCÜ belegte mit 34 Punkten einen famosen dritten Platz und mit nur drei Punkten mehr plazierten sich die Konstanzer vom KYC auf Platz 8.

Dies zeigt auch, dass die Leistungsdichte enorm angezogen hat. Oft waren alle sechs Boote innerhalb von 20 Sekunden an der ersten Wendemarke im Luv. Ein kleinster Fehler kostet meist schon einen Platz. Ein Knoten im Gennacker beim Setzen oder Halsen (das ist das bunte Segel auf den Kursen mit Wind von hinten) und sei es nur für ein paar Sekunden kann schon den Verlust von drei Plätzen bedeuten. Die Bemerkung eines Trainers im Nach-Briefing mit seiner Crew mag auch belegen wie optimiert heute in den Liegen gesegelt wird: „Also, Du hast dann den Gennacker gesetzt, richtig ?“ „Ja, hab ich“, die Antwort. „Du sollst aber nicht einfach den Gennacker setzen , du sollst explodieren dabei !“

Unter allen 36 Teams beider Liegen dominieren mit über zwei Drittel Mehrheit die norddeutschen Clubs und so ist die Anreise an den Bodensee für viele schon ein weiter Weg. Allerdings wurden sie mit schönstem Sonnenwetter und trotz kurzer Flautenphasen doch auch mit beständigen gutem Leichtwind-Konditionen belohnt. „Das ist ja eine tolle Wasserfarbe hier“, „Was eine Kulisse!“ „Süsswasser ist schon auch angenehm“ waren gehörte Bemerkungen von Teammitgliedern aus dem Norden. Eine grosse Zahl von Helfern, über 100 Personen, war im Einsatz um diesen gelungenen Event reibungslos abzuwickeln und so dürfte Friedrichshafen als ein versprechender Auftakt zu einer wettbewerbs­intensiven Saison zu werten sein.
Martin Rösch (Konstanzer Yacht Club)

>> Mehr Informationen unter: http://segelbundesliga.de/

Kurz vor einem der Start bei der zweiten Segel-Bundesliga 2018 in Friedrichshafen. Alle Crews wechseln bei jedem Lauf die Boote, die nur durch Ihre Farbe unterschieden sind.

Kurz vor einem der Start bei der zweiten Segel-Bundesliga 2018 in Friedrichshafen.
Alle Crews wechseln bei jedem Lauf die Boote, die nur durch Ihre Farbe unterschieden sind.

Vorbereitung für die Segel-Bundesliga–Saison: J70 Training am Gardasee

Die erste und zweite Segel-Bundesliga wirft ihre Schatten voraus. Das erste „Battle“ findet schon vom 27. bis 29. April in Friedrichshafen am Bodensee statt. Und die Wettbewerbsdichte in beiden Liegen ist sehr eng und inzwischen auf noch höherem Niveau als in der Vergangenheit.

J70_Training_April-2018Nach der Winterpause ist es daher unabdingbar zuvor noch zu trainieren. So haben sich denn zehn J70 Boote vom Bodensee und ihre Mannschaften am Gardasee eingefunden um dort mit der Erwartung auf etwas wärmeres Wetter und Wind sich fit zu machen für die neue Saison. Auch einige der norddeutschen Clubs hatten die gleiche Idee und so kam es zu einem ansehnlichen und hochkarätigem Feld. Das Training für die erste Liga übernahm Jochen Frik aus Überlingen, für die zweite Liga setzte Christian Rau vom KYC aus Konstanz das Programm. Im Vordergrund standen wieder Manöver und Trimm und wenn es auch nicht wie in der Formel 1 um Zehntelsekunden geht, so doch eindeutig um Sekunden. Christian Rau teilte uns mit: „Einmal haben wir 12 Boote gleichzeitig nach Luv um die Boje geschickt und ich musste hektisch pfeiffen und warnen weil alle gleichzeitig oben ankamen. Wir haben dann in der Folge maximal sechs Boote gegeneinander antreten lassen.“
Der Konstanzer Yacht Club segelt in der Saison 2018 erneut in der 2. Segelbundesliga und auch dieses Jahr setzt er auf ein breites Team auch mit jungen Mitgliedern aus dem Schüler-Segel-Club Konstanz. Im Gegensatz zu manchen anderen Clubs, die eine reine Eliteförderung betreiben, möchte man bei Konstanzer Yacht Club sich mit einem Spagat behaupten: Ziel für die Saison ist es unter den besten 10 zu sein und damit den Klassenerhalt souverän zu sichern und gleichermassen die Regattaserien mit rollierenden Positionen und wechselnden Crewmitgliedern zu bestücken. So waren denn am Gardasee mit Felix Schrimper, Adi Maier-Ring und Caroline Schrimper auch drei sich abwechselnde Steuerleute mit im Training.
Was unisono alle begeistert hatte, war der Zusammenhalt in dieser Klasse. Man hilft sich gegenseitig (auch mit dem gelegentlichen Austausch von Crewmitgliedern), mit Tips und viel Lachen. Der nicht-seglerische Höhepunkt war ein Geheimtip der Überlinger Crew, die 8 km entfernt in den Bergen ein Restaurant wussten, das 52 Segler aufnehmen konnte und in einer Fülle und Qualität bewirten konnte, dass „man sich den Ranzen halten musste“ und das zu einem Preis, den sich auch wirklich jeder Student leisten konnte.
Schon Ende April trifft man sich wieder in Friedrichshafen und man wird dann sehen, wer am meisten vom Training profitiert hat.
Bericht von Martin Rösch

Konstanzer Yacht Club in der 2. Segel Bundesliga vor Travemünde: Klassenerhalt gesichert

„Klar sind wir zufrieden! Und es hat wieder eine Menge Spass gemacht“ Adrian Maier-Ring, der diesmal am Ruder war, muss nicht lange nachdenken, als er am Telefon auf der Heimfahrt im Auto gefragt wird wie es denn so lief. „Wir haben einen 9. Platz und wir waren nicht das eingespielte Team. Felix Schrimper ist ausgefallen, er hat Prüfungen und die gehen vor.“

Bundesliga_Travemuende

Caroline Schrimper und Dominik Maier-Ring haben die Positionen gewechselt und waren gemeinsam für Taktik und Grosstrimm zuständig und Noel Beck sorgte in gewohnter Manier für solide Vorschiffsarbeit. Drei von den insgesamt 15 Fleetraces endeten als Letzter; die Fehler lagen bei einem Frühstart am ersten Tag , einem Strafkringel und was den letzten Segeltag betrifft vielleicht auch noch an den Nachwirkungen des tollen Rahmenprogramms auf der Travemünder Woche. Für Caro und die Jungs war dies die Cuba Libre Wettfahrt in Anspielung auf das heitere Feiern auf dem Grosssegler Passat, auf den alle Crew vom Veranstalter eingeladen worden sind und was ein Highlight empfunden wurde. Allerdings, so sei angemerkt, gab es auch drei erste Plätze, die ebenso lachend angenommen wurden wie die weniger erfolgreichen Ergebnisse.

Der Bodensee Yachtclub Überlingen hatte einen beeindruckenden Auftakt mit drei ersten Plätzen am ersten Segeltag. In der Folge konnte dieses Ergebnis zwar nicht gehalten werden mit einem gesamt 7.Platz verbuchten die Überlinger allerdings ihr bisher bestes Ergebnis und sind ebenfalls sehr zufrieden.

Insgesamt nach vier von fünf Wettfahrtserien stehen die Konstanzer jetzt auf einem respektablen 5.Platz. Selbst wenn die letzte Regattaserie in Glücksburg voll gänzlich scheitern würde, wäre dennoch der Klassenerhalt in der 2. Segel-Bundesliga gesichert. Und mit etwas Glück besteht sogar noch die Möglichkeit wieder aufzusteigen in die erste Liga. Insgesamt steigen nämlich die ersten vier Teams in die erste Liga auf und die letzten sechs Teams von den insgesamt 18 Mannschaften steigen ab. Das Saisonziel eines Klassenerhalts ist somit schon frühzeitig erreicht und nimmt alle Belastung vor der letzten Wettfahrtserie. Der zweite Club vom Bodensee, der Überlingen BYCÜ steht derzeit insgesamt auf Platz 10 und muss noch etwas bangen, hat allerdings einen komfortablen 8 Punkte Vorsprung gegenüber den Absteigerplätzen. Auf den ersten vier Plätzen sind allesamt norddeutsche Segelvereine mit der Segelvereinigung Itzehoe souverän führend.

Martin Rösch, KYC
>> Weitere Informationen www.segelbundesliga.de
>> Bericht im SÜDKURIER www.skol.de

Konstanzer Yacht Club nach Warnemünder Regattaserie auf Platz 4 in der Gesamtwertung der 2. Segel Bundesliga

Viel Wind, Salzwasser und Wellen: eigentlich nicht gerade die besten Bedingungen für Bodensee-Segler. Und doch hat sich das junge Team vom Konstanz ganz gut geschlagen

„Booh, das war ja ein richtiger Kampf“ meinten die Jungs in einem Telefonat nach dem Einlaufen am Sonntag. „Wir hatten 5-6 Windstärken und eine 2 Meter Welle, das haut rein. Einer unserer Konkurrenten ist heute gekentert und hat dabei den Mastgebrochen. Und wenn wir den grossen Gennacker setzen, dann geht die Post ab. Leider hatten wir auch zwei Sonnenschüsse heute, da wird man dann sofort nach hinten gereicht“. Zur Erklärung: als ´Sonnenschuss´ bezeichnen Segler die Situation wenn unter Spinnacker oder Genacker bei viel Wind von hinten das Boot ins Schaukeln kommt und dann der Wind lateral auf die Segel einwirkt was dann dazu führen kann, dass das Boot stossartig anluvt und man nicht mehr ausreichend Einwirkungskraft mit dem Ruderblatt hat, dies zu kompensieren. In der Wirkung legt sich das Boot extrem auf die Seite und macht einen Satz nach Luv. Dann gilt es sich gut festzuhalten und die Segel zu fieren und hoffen, dass nichts reisst oder kaputtgeht. Bei achterlichem Wind wenn ein Boot schneller ist als die Welle, mag es vorkommen, dass man in eine voraus stehende Welle reinbraust, stecken bleibt und dann eben auch leicht in diese Situation eines ´Sonnenschusses´ kommt. In solchen Momenten gehen die Sekunden endlos langsam und die Konkurrenten, die ohnehin relativ dicht aufeinander segeln, rauschen rechts und links vorbei. So hat das Konstanzer Team in den 16 Einzelregatten zwei mal den letzten Platz belegt, aber in anderen Wettfahrten auch fünf Mal den ersten Platz. So reichte es gesamthaft zu einem sechsten Platz in Warnemünde.

Der andere Verein vom Bodensee, der Überlinger BYCÜ holte am letzten Tag der Regattaserie gewaltig auf und schloss mit einem 10.Platz. Das Ziel beider Mannschaften, sich damit unter den ersten zehn zu plazieren war damit erreicht.

Insgesamt nach drei Wettfahrten stehen die Konstanzer jetzt auf einem respektablen 4.Platz mit nur wenigen Punkten Abstand nach oben zum Flensburger Segelclub (Platz 2) und dem akad.Segelverein Warnemünde (Platz 3), allerdings mit ebenso wenig Abstand auf die Verfolger (Blankeneser Segel Club und Schlei Segel Club). Die Segelvereinigung Itzehoe führt relativ souverän und der Überlinger BYCÜ stehen insgesamt auf Platz 12. Jedoch noch gibt es zwei weitere Events auch an der Küste: im Juli in Travemünde und im August in Glücksburg. Erst dann stehen die Ergebnisse der Segel-Bundesliga für 2017 fest.

Martin Rösch, KYC

Unsere Jungs in der J70 sind heiss auf Warnemünde

Es gibt nun am kommenden Wochenende den dritten Event in der zweiten Bundesliga und nach einem gloriosen 1.Platz am Chiemsee und einem 8.Platz in Lindau sind die Erwartungen jetzt wieder hoch für den nächsten dritten Event, der von Samstag 1. Juli bis Montag 3. Juli in Warnemünde stattfindet. Das Ziel gesamthaft auf jeden Fall unter den ersten zehn Team plaziert zu sein, steht nach wie vor und ist durchaus realistisch.

Der KYC ist wieder mit seinem bewährten Team am Start: Felix Schrimper ist am Ruder, Adrian Maier-Ring hat die Taktiker-Position, Noel Beck ist zuständig für Trimm und Sebastian Ücker macht Vorschiff. Ein grosser Vorteil ist, dass die vier Jungs in diesen Positionen gut eingespielt sind; das wird sich nicht für alle weiteren Events so einhalten lassen, denn Prüfungstermine im Studium nehmen keine Rücksicht auf Regattatermine und wenn Segeln auch gefühlt das Wichtigste ist im Leben, so hat halt manchmal doch auch etwas Zweitwichtigstes Priorität.

Teil des Bundesliga-Karussells ist, dass Audi den Teams ein Auto, ein Audi Q5, gesponsert hat. Die Schiffe werden ohnehin immer gestellt, sodass die Anreise keine Qual ist ohne die Restriktion mit Hänger bei 80 km/h über die Autobahnen schleichen zu müssen.

Die Wettervorhersage ist versprechend: schönes Sonnenwetter bei 20-26 km/h Wind, also ein guter Vierer wie wir sagen. Auf meine Frage: ob da die Konkurrenz aus dem Norden mit Wind und Welle bestens auf diesen Revieren vertraut nicht einen Vorteil haben, meinte Adi Maier-Ring: „Nö Quatsch, das war mal, aber inzwischen haben wir soviel am Gardasee trainiert bei Wind, dass wir uns freuen auf diese Konditionen.“
Also, wir drücken die Daumen und wünschen Euch viel Freude und soviel Erfolg, dass es zum Spass beiträgt. Toi Toi Toi.
Beitrag von Martin Rösch

Die deutsche Segel-Bundesliga am Bodensee in Lindau vom 25.bis 27.Mai; das Team vom Konstanzer Yacht Club zu Beginn mit leichtem Dämpfer

Bei bestem bayerischen Königswetter startete in Lindau das zweite Grossereignis der diesjähriges Segel-Bundesliga mit jeweils 18 Clubs in der ersten und 18 Clubs in der zweiten League. In der ersten Liga gewann der Bayerische Yachtclub vor dem Norddeutschen Regattaverein, dann aber mit engem Punktabstand gleich der Lindauer LSC auf dem dritten Platz und der Überlinger SMCÜ auf dem vierten Platz. Auch der letzte Bodensee-Verein, der Württembergische Yacht-Club konnte sich mit Platz 9 noch im Mittelfeld behaupten.

Bundesliga_LindauIn der zweiten Liga sahnten drei nordeutsche Clubs (Flensburger Segel-Club, Schlei-Segel-Club sowie Blankenseer Segel-Club) die ersten Plätze ab. Der Konstanzer Yacht Club, der als Gesamtgewinner der letzten Regattaserie am Chiemsee einen kleinen Favoritenstatus hatte, konnte in den letzten Regatten noch aufholen und belegte Platz 8 vor dem Überlinger BYCÜ mit Platz 9. Voll des Lobes war man über die Organisation in Lindau sowohl was die Logistik auf dem Wasser betrifft (die Teams werden von Shuttle-Schlauchbooten zu einem schnellen Wechsel auf die Schiffe gebracht und über drei Tage hinweg wurden in jeder Liga 45 Einzelregatten gesegelt). Aber auch die Verpflegung und Betreuung an Land wurde als excellent beurteilt; immerhin waren insgesamt an die siebzig Helfer über die Tage hinweg im Einsatz.
Wie fühlt man sich denn, wurde der Taktiker im Konstanzer Team, Adrian Maier-Ring gefragt, wenn man zwar die erste Gesamt-Serie gewonnen hat, dann aber bei den ersten Regatten des zweiten Events gleich drei Mal einen letzten Platz ersegelt? „Hm“, meinte Adi, „Erst haben wir´s einfach abgeschüttelt und dann haben wir uns gesagt: das war jetzt aber das letzte Mal!“ Selbstkritisch wurde reflektiert, dass man manchmal vielleicht zu aggressiv gestartet sei – es waren mehrere Frühstarts dabei, und dann ist es so, dass wenn man nicht gleich ganz vorn ist, dann muss man einen anderen Weg segeln um noch von eventuellen Winddrehern zu profitieren. Die Leistungsdichte ist jedenfalls so gross, dass man nicht mehr auf Fehler bei den anderen Teams hoffen kann. In den Nachbesprechungen stellte das Team auch fest, dass man die Kommunikation an Bord verstärken sollte; jeder sollte mitteilen, wenn ihm etwas auffällt am Wolkenbild oder wie der Wind gerade bei den Wettbewerbsbooten einfällt. Steuermann Felix Schrimper hat die Augen konzentriert nur auf seinen Segeln und brauchte auch mehr Input. Wenn man weiss, dass der eigene Speed gerade gut ist gegenüber den anderen Booten segelt es sich entspannter und lockerer und das macht oft wieder einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil aus. So hat Segeln im Leistungssport sicherlich auch eine wichtige psychologische Komponente. Jedenfalls fruchteten diese Überlegungen und in den letzten Einzelregatten konnte das Konstanzer Team wieder vorne mitmischen mit den Plätzen 2,1,2,3 und nochmal ein Einzelsieg ganz zum Abschluss. In der Gesamtliga sind die Konstanzer nun auf einem ehrenwerten Platz 4.
„Und, war es anstrengend dieses Mal?“ wurde der Konstanzer Adi Maier-Ring gefragt. „Nee, wir haben immer eine gute Stimmung gehabt und jetzt heut abend bin ich schon wieder im München und schreib an meiner Masterarbeit weiter.“

Martin Rösch, Konstanzer Yacht Club

Segel Bundesliga: phantastische Ergebnisse für Bodensee Vereine SMCÜ Überlingen und KYC Konstanz bei der ersten Regattaserie in Prien am Chiemsee

Konstanzer Yacht Club gewinnt mit großem Vorsprung das 1. Event der zweiten Segelbundesliga.

Konstanzer Yacht Club gewinnt mit großem Vorsprung das 1. Event der zweiten Segelbundesliga.

Zwei sensationelle 1. Plätze in der 1. wie in der 2. Segel-Bundesliga gingen am vergangene Wochenende an zwei Teams vom Bodensee. Unter jeweils 18 Mannschaften aus ganz Deutschland über 15 Regatten für jedes Boot gewann die Crew vom Segel- und Motorboot Club Überlingen in der 1. Bundesliga und das ganz junge Team des Konstanzer Yacht Clubs in der 2. Bundesliga. Immerhin noch in der ersten Hälfte konnte sich der Württembergische Yacht-Club WYC mit Platz 8 und der Lindauer LSC mit Platz 9 in der 1. Liga behaupten und mit Platz 10 liegen die Überlinger vom BYCÜ im Mittelfeld.

Der Segel-Gross-Event am Chiemsee begann am Freitag mit Schneefall und einer leichten Verzögerung denn es gab kaum Wind, dafür war es kalt. Die Konstanzer Jungs gaben sich als Motivation das Ziel, möglichst schnell wieder zurück ins warme Zelt zu gelangen. Das Highlight dieses Tages war für die Konstanzer ein Start auf Steuerbordbug, der immer riskant ist, denn auf diesem Kurs muss allen anderen ausgewichen werden; aber es gelang ein Start-Ziel Sieg. Ein weiteres Highlight, das alle Teams ungeachtet des Wettbewerbs auf dem Wasser wieder einte war der Pastaabend. Der darauffolgende Samstag zeigte sich dann mit optimalen Leichtwetterbedingungen und die beiden gewinnenden Bodensee-Teams konnten mit einer Serie von ersten Plätzen in verschiedenen Läufen wertvolles Selbstbewusstsein gewinnen. Bei später einschlafendem Wind segelte man etwas vorzeitig direkt zum Freibier. Der Sonntag schliesslich brachte eine gute Thermik mit zunehmend Wind und schwierigen Bedingungen mit drehenden Winden. Es war ein Tag, an dem richtig gekämpft werden konnte und Schoten blitzeschnelle zu bedienen waren. Auf den Kursen mit achterlichem Wind wird hier auch der grosse Gennaker gesetzt, was ebenfalls in Sekunden gehen sollte. Sebastian Uecker vom KYC rupfte ihn einmal mit dem erforderlichen Elan hoch und die Klemme riss hierbei ab. Die allseits präsente Jury hat hierfür eine korrigierende Wiedergutmachung angesetzt. Am Ende wurde es in der 1. Bundes-Segelliga recht knapp, jedoch gewann das Überlinger Team punktgleich vor dem zweitplatzierten Wassersport-Verein Hermelingen Das junge Konstanzer Team, das sich aus Mitgliedern der selbstständigen Jugendabteilung SSCK zusammensetzt, konnte dagegen einem komfortablen Abstand von 6 Punkten heraussegeln und freut sich über das Ergebnis wie ein Schneekönig. Der Betreuer der Konstanzer Segler, Christian Rau, äußert sich ebenfalls sehr zufrieden und meinte, dass das Team auch im letzten Jahr gute Regatten segeln konnte, jedoch wohl manchmal nervlich nicht die Konstanz aufbringen konnte. Hier scheint es hilfreich, dass sich die Mannschaft (Felix Schrimper an der Pinne; Johannes Voigt (Taktiker), Noel Beck und Dominik Maier-Ring (Focktrimm) und Sebastian Uecker (Vorschiff) sowie Adrian Maier-Ring (in Priem diesmal ausgesetzt) nun in gleicher Besetzung einige Routine hat antrainieren können. Alle sind gespannt auf die Fortsetzung der zweiten kommenden Begegnung In Lindau Ende Mai. Insgesamt besteht die Bundesliga aus fünf Events auf verschiedenen Revieren an den Seen und der Küste Deutschlands.
Martin Rösch, Konstanzer Yacht Club

>> Weitere Informationen www.segelbundesliga.de

Vorbereitung für die Segel-Bundesliga–Saison: J70 Training am Gardasee

Der Konstanzer Yacht Club segelt in der Saison 2017 erneut in der 2. Segelbundesliga und auch dieses Jahr setzt er auf ein junges Team aus dem Schüler-Segel-Club Konstanz. Letztes Jahr wurde der Aufstieg in die 1. Bundesliga nur knapp verpasst und so sind die Erwartungen für die jetzt kommende Saison groß.

J70 Training am GardaseeDas erste Event dieses Jahres ist schon Ende April am Chiemsee. Höchste Zeit ins Training einzusteigen. Das fällt natürlich leichter wenn als Standort der Gardasee mit seinem schon deutlich milderen Klima lockt. So haben sich die fünf Konstanzer Jugendsegler um Felix Schrimper diese Gelegenheit vom 23. bis 26. März nicht nehmen lassen zumal sich mit neun Booten im Training wunderbare Vergleiche nicht nur im Bootshandling sondern auch beim Trimm und (wichtig!) in der Starttaktik möglich sind. Dominik Meier-Ring stellte hierbei selbstkritisch fest, dass gerade die Starts am Anfang „nicht so dolle“ liefen, aber man habe sich hier ungeahnt steigern können. Zwar war der beste Wind ausgerechnet am Abreisetag, aber die Sonne zeigte sich zuverlässig konstant und die leckeren Pizza am Abend belohnten jeden Tag.
Bundesliga Segeln ist enorm wettbewerbsintensiv und ein reines Training am Bodensee mit seinen häufigen Leichtwinden genügt nicht mehr als eine adäquate Vorbereitung. So freut sich nun das Team mit Felix, Johannes, Dominik und Sebi (siehe Bild) auf den Chiemsee Ende April und das dann nächste Event in Lindau.

Bericht von Martin Rösch

Der KYC beendet die Saison der 2. Segelbundesliga auf Rang 6.

In der 1. Segelbundesliga geht der Kampf um den Meistertitel noch weiter…

bild-2Heiße Zweikämpfe, knappe Abstände und Segelbedingungen vom Feinsten, das war die Deutsche Segel-Bundesliga dieses Wochenende in Kiel. In der 1. Liga gewinnt der Deutsche Touring Yacht-Club vor dem Norddeutschen Regatta Verein und dem Bayerischen Yacht-Club. Das Buhlen um den Meistertitel geht damit in die nächste Runde, denn es ist noch alles offen. Für die 2. Liga brachte Kiel bereits die Saison-Entscheidung: Die Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“, der Hamburger Segel-Club und der Schweriner Yacht-Club steigen direkt auf und segeln damit 2017 in der 1. Segel-Bundesliga.

1.Segel-Bundesliga
Die Erstligisten lieferten sich in Kiel wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erneut zeigte der Deutsche Touring Yacht-Club seinen Verfolgern, wo der Hammer hängt. Das Team um Julian Stückl, Patrick Follmann, Jonas Vogt und Luis Tarabochia präsentierte sich gewohnt (nerven-) stark und überzeugte mit konstanten Leistungen und einem kühlen Kopf. Er gewinnt vor dem Norddeutschen Regatta Verein und dem Bayerischen Yacht-Club.

„Wir sind super happy, dass es hier in Kiel wieder geklappt hat, denn es sah zwischenzeitlich nicht so aus. Wir haben ein großes starkes Team aus dem wir schöpfen können und sind vielleicht auch deshalb so stark“, so Jonas Vogt vom Deutschen Touring Yacht-Club.

Der Lindauer Segler-Club (aktuell Tabellendritter) schwächelte in Kiel und belegte nur Platz 14. In Sachen Meistertitel ist weiterhin alles offen, denn der Tabellenerste, der Deutsche Touring Yacht-Club, bleibt für seine Verfolger weiterhin einholbar (elf Punkte Vorsprung zu Platz zwei). Das verspricht ein Finale mit Nervenkitzel.

„Es ist ein gutes Signal für den Segelsport, dass mit der Deutschen Segel-Bundesliga ein weiterer Segelwettbewerb nach Kiel und dieses Mal sogar direkt in die Stadt geholt werden konnte. Wir freuen uns über das gute Abschneiden der Norddeutschen Clubs und würden es begrüßen wenn demnächst vielleicht einer dieser Clubs auf dem Podium steht“, so Minister für Inneres und Bundesangelegenheiten Stefan Studt. Der Lokalmatador, der Kieler Yacht-Club, belegt Platz sechs.

2. Segel-Bundesliga
Es lag Hochspannung in der Luft. Denn es war das alles entscheidende Wochenende für die 2. Segel-Bundesliga. Die Tabelle war dermaßen eng, dass jeder Punkt zählte. Am Ende entschied die Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“ das Wochenende haushoch für sich. Das Team um Gordon Nickel, Morten Nickel, Thomas Dehler und Nick Schlomka gewinnt in Kiel.

„Wir sind überglücklich, dass wir den direkten Aufstieg zurück in die 1. Liga gepackt haben. Wir hatten einfach einen guten Rhythmus hier in Kiel. Gepaart mit der guten Laune an Bord lief es einfach optimal“, so Gordon Nickel, Steuermann Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“.

2_bundesliga_2016_gesamt