Bundesliga

Konstanzer Yacht Club in der 2. Segel Bundesliga vor Travemünde: Klassenerhalt gesichert

„Klar sind wir zufrieden! Und es hat wieder eine Menge Spass gemacht“ Adrian Maier-Ring, der diesmal am Ruder war, muss nicht lange nachdenken, als er am Telefon auf der Heimfahrt im Auto gefragt wird wie es denn so lief. „Wir haben einen 9. Platz und wir waren nicht das eingespielte Team. Felix Schrimper ist ausgefallen, er hat Prüfungen und die gehen vor.“

Bundesliga_Travemuende

Caroline Schrimper und Dominik Maier-Ring haben die Positionen gewechselt und waren gemeinsam für Taktik und Grosstrimm zuständig und Noel Beck sorgte in gewohnter Manier für solide Vorschiffsarbeit. Drei von den insgesamt 15 Fleetraces endeten als Letzter; die Fehler lagen bei einem Frühstart am ersten Tag , einem Strafkringel und was den letzten Segeltag betrifft vielleicht auch noch an den Nachwirkungen des tollen Rahmenprogramms auf der Travemünder Woche. Für Caro und die Jungs war dies die Cuba Libre Wettfahrt in Anspielung auf das heitere Feiern auf dem Grosssegler Passat, auf den alle Crew vom Veranstalter eingeladen worden sind und was ein Highlight empfunden wurde. Allerdings, so sei angemerkt, gab es auch drei erste Plätze, die ebenso lachend angenommen wurden wie die weniger erfolgreichen Ergebnisse.

Der Bodensee Yachtclub Überlingen hatte einen beeindruckenden Auftakt mit drei ersten Plätzen am ersten Segeltag. In der Folge konnte dieses Ergebnis zwar nicht gehalten werden mit einem gesamt 7.Platz verbuchten die Überlinger allerdings ihr bisher bestes Ergebnis und sind ebenfalls sehr zufrieden.

Insgesamt nach vier von fünf Wettfahrtserien stehen die Konstanzer jetzt auf einem respektablen 5.Platz. Selbst wenn die letzte Regattaserie in Glücksburg voll gänzlich scheitern würde, wäre dennoch der Klassenerhalt in der 2. Segel-Bundesliga gesichert. Und mit etwas Glück besteht sogar noch die Möglichkeit wieder aufzusteigen in die erste Liga. Insgesamt steigen nämlich die ersten vier Teams in die erste Liga auf und die letzten sechs Teams von den insgesamt 18 Mannschaften steigen ab. Das Saisonziel eines Klassenerhalts ist somit schon frühzeitig erreicht und nimmt alle Belastung vor der letzten Wettfahrtserie. Der zweite Club vom Bodensee, der Überlingen BYCÜ steht derzeit insgesamt auf Platz 10 und muss noch etwas bangen, hat allerdings einen komfortablen 8 Punkte Vorsprung gegenüber den Absteigerplätzen. Auf den ersten vier Plätzen sind allesamt norddeutsche Segelvereine mit der Segelvereinigung Itzehoe souverän führend.

Martin Rösch, KYC
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Konstanzer Yacht Club nach Warnemünder Regattaserie auf Platz 4 in der Gesamtwertung der 2. Segel Bundesliga

Viel Wind, Salzwasser und Wellen: eigentlich nicht gerade die besten Bedingungen für Bodensee-Segler. Und doch hat sich das junge Team vom Konstanz ganz gut geschlagen

„Booh, das war ja ein richtiger Kampf“ meinten die Jungs in einem Telefonat nach dem Einlaufen am Sonntag. „Wir hatten 5-6 Windstärken und eine 2 Meter Welle, das haut rein. Einer unserer Konkurrenten ist heute gekentert und hat dabei den Mastgebrochen. Und wenn wir den grossen Gennacker setzen, dann geht die Post ab. Leider hatten wir auch zwei Sonnenschüsse heute, da wird man dann sofort nach hinten gereicht“. Zur Erklärung: als ´Sonnenschuss´ bezeichnen Segler die Situation wenn unter Spinnacker oder Genacker bei viel Wind von hinten das Boot ins Schaukeln kommt und dann der Wind lateral auf die Segel einwirkt was dann dazu führen kann, dass das Boot stossartig anluvt und man nicht mehr ausreichend Einwirkungskraft mit dem Ruderblatt hat, dies zu kompensieren. In der Wirkung legt sich das Boot extrem auf die Seite und macht einen Satz nach Luv. Dann gilt es sich gut festzuhalten und die Segel zu fieren und hoffen, dass nichts reisst oder kaputtgeht. Bei achterlichem Wind wenn ein Boot schneller ist als die Welle, mag es vorkommen, dass man in eine voraus stehende Welle reinbraust, stecken bleibt und dann eben auch leicht in diese Situation eines ´Sonnenschusses´ kommt. In solchen Momenten gehen die Sekunden endlos langsam und die Konkurrenten, die ohnehin relativ dicht aufeinander segeln, rauschen rechts und links vorbei. So hat das Konstanzer Team in den 16 Einzelregatten zwei mal den letzten Platz belegt, aber in anderen Wettfahrten auch fünf Mal den ersten Platz. So reichte es gesamthaft zu einem sechsten Platz in Warnemünde.

Der andere Verein vom Bodensee, der Überlinger BYCÜ holte am letzten Tag der Regattaserie gewaltig auf und schloss mit einem 10.Platz. Das Ziel beider Mannschaften, sich damit unter den ersten zehn zu plazieren war damit erreicht.

Insgesamt nach drei Wettfahrten stehen die Konstanzer jetzt auf einem respektablen 4.Platz mit nur wenigen Punkten Abstand nach oben zum Flensburger Segelclub (Platz 2) und dem akad.Segelverein Warnemünde (Platz 3), allerdings mit ebenso wenig Abstand auf die Verfolger (Blankeneser Segel Club und Schlei Segel Club). Die Segelvereinigung Itzehoe führt relativ souverän und der Überlinger BYCÜ stehen insgesamt auf Platz 12. Jedoch noch gibt es zwei weitere Events auch an der Küste: im Juli in Travemünde und im August in Glücksburg. Erst dann stehen die Ergebnisse der Segel-Bundesliga für 2017 fest.

Martin Rösch, KYC

Unsere Jungs in der J70 sind heiss auf Warnemünde

Es gibt nun am kommenden Wochenende den dritten Event in der zweiten Bundesliga und nach einem gloriosen 1.Platz am Chiemsee und einem 8.Platz in Lindau sind die Erwartungen jetzt wieder hoch für den nächsten dritten Event, der von Samstag 1. Juli bis Montag 3. Juli in Warnemünde stattfindet. Das Ziel gesamthaft auf jeden Fall unter den ersten zehn Team plaziert zu sein, steht nach wie vor und ist durchaus realistisch.

Der KYC ist wieder mit seinem bewährten Team am Start: Felix Schrimper ist am Ruder, Adrian Maier-Ring hat die Taktiker-Position, Noel Beck ist zuständig für Trimm und Sebastian Ücker macht Vorschiff. Ein grosser Vorteil ist, dass die vier Jungs in diesen Positionen gut eingespielt sind; das wird sich nicht für alle weiteren Events so einhalten lassen, denn Prüfungstermine im Studium nehmen keine Rücksicht auf Regattatermine und wenn Segeln auch gefühlt das Wichtigste ist im Leben, so hat halt manchmal doch auch etwas Zweitwichtigstes Priorität.

Teil des Bundesliga-Karussells ist, dass Audi den Teams ein Auto, ein Audi Q5, gesponsert hat. Die Schiffe werden ohnehin immer gestellt, sodass die Anreise keine Qual ist ohne die Restriktion mit Hänger bei 80 km/h über die Autobahnen schleichen zu müssen.

Die Wettervorhersage ist versprechend: schönes Sonnenwetter bei 20-26 km/h Wind, also ein guter Vierer wie wir sagen. Auf meine Frage: ob da die Konkurrenz aus dem Norden mit Wind und Welle bestens auf diesen Revieren vertraut nicht einen Vorteil haben, meinte Adi Maier-Ring: „Nö Quatsch, das war mal, aber inzwischen haben wir soviel am Gardasee trainiert bei Wind, dass wir uns freuen auf diese Konditionen.“
Also, wir drücken die Daumen und wünschen Euch viel Freude und soviel Erfolg, dass es zum Spass beiträgt. Toi Toi Toi.
Beitrag von Martin Rösch

Die deutsche Segel-Bundesliga am Bodensee in Lindau vom 25.bis 27.Mai; das Team vom Konstanzer Yacht Club zu Beginn mit leichtem Dämpfer

Bei bestem bayerischen Königswetter startete in Lindau das zweite Grossereignis der diesjähriges Segel-Bundesliga mit jeweils 18 Clubs in der ersten und 18 Clubs in der zweiten League. In der ersten Liga gewann der Bayerische Yachtclub vor dem Norddeutschen Regattaverein, dann aber mit engem Punktabstand gleich der Lindauer LSC auf dem dritten Platz und der Überlinger SMCÜ auf dem vierten Platz. Auch der letzte Bodensee-Verein, der Württembergische Yacht-Club konnte sich mit Platz 9 noch im Mittelfeld behaupten.

Bundesliga_LindauIn der zweiten Liga sahnten drei nordeutsche Clubs (Flensburger Segel-Club, Schlei-Segel-Club sowie Blankenseer Segel-Club) die ersten Plätze ab. Der Konstanzer Yacht Club, der als Gesamtgewinner der letzten Regattaserie am Chiemsee einen kleinen Favoritenstatus hatte, konnte in den letzten Regatten noch aufholen und belegte Platz 8 vor dem Überlinger BYCÜ mit Platz 9. Voll des Lobes war man über die Organisation in Lindau sowohl was die Logistik auf dem Wasser betrifft (die Teams werden von Shuttle-Schlauchbooten zu einem schnellen Wechsel auf die Schiffe gebracht und über drei Tage hinweg wurden in jeder Liga 45 Einzelregatten gesegelt). Aber auch die Verpflegung und Betreuung an Land wurde als excellent beurteilt; immerhin waren insgesamt an die siebzig Helfer über die Tage hinweg im Einsatz.
Wie fühlt man sich denn, wurde der Taktiker im Konstanzer Team, Adrian Maier-Ring gefragt, wenn man zwar die erste Gesamt-Serie gewonnen hat, dann aber bei den ersten Regatten des zweiten Events gleich drei Mal einen letzten Platz ersegelt? „Hm“, meinte Adi, „Erst haben wir´s einfach abgeschüttelt und dann haben wir uns gesagt: das war jetzt aber das letzte Mal!“ Selbstkritisch wurde reflektiert, dass man manchmal vielleicht zu aggressiv gestartet sei – es waren mehrere Frühstarts dabei, und dann ist es so, dass wenn man nicht gleich ganz vorn ist, dann muss man einen anderen Weg segeln um noch von eventuellen Winddrehern zu profitieren. Die Leistungsdichte ist jedenfalls so gross, dass man nicht mehr auf Fehler bei den anderen Teams hoffen kann. In den Nachbesprechungen stellte das Team auch fest, dass man die Kommunikation an Bord verstärken sollte; jeder sollte mitteilen, wenn ihm etwas auffällt am Wolkenbild oder wie der Wind gerade bei den Wettbewerbsbooten einfällt. Steuermann Felix Schrimper hat die Augen konzentriert nur auf seinen Segeln und brauchte auch mehr Input. Wenn man weiss, dass der eigene Speed gerade gut ist gegenüber den anderen Booten segelt es sich entspannter und lockerer und das macht oft wieder einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil aus. So hat Segeln im Leistungssport sicherlich auch eine wichtige psychologische Komponente. Jedenfalls fruchteten diese Überlegungen und in den letzten Einzelregatten konnte das Konstanzer Team wieder vorne mitmischen mit den Plätzen 2,1,2,3 und nochmal ein Einzelsieg ganz zum Abschluss. In der Gesamtliga sind die Konstanzer nun auf einem ehrenwerten Platz 4.
„Und, war es anstrengend dieses Mal?“ wurde der Konstanzer Adi Maier-Ring gefragt. „Nee, wir haben immer eine gute Stimmung gehabt und jetzt heut abend bin ich schon wieder im München und schreib an meiner Masterarbeit weiter.“

Martin Rösch, Konstanzer Yacht Club

Segel Bundesliga: phantastische Ergebnisse für Bodensee Vereine SMCÜ Überlingen und KYC Konstanz bei der ersten Regattaserie in Prien am Chiemsee

Konstanzer Yacht Club gewinnt mit großem Vorsprung das 1. Event der zweiten Segelbundesliga.

Konstanzer Yacht Club gewinnt mit großem Vorsprung das 1. Event der zweiten Segelbundesliga.

Zwei sensationelle 1. Plätze in der 1. wie in der 2. Segel-Bundesliga gingen am vergangene Wochenende an zwei Teams vom Bodensee. Unter jeweils 18 Mannschaften aus ganz Deutschland über 15 Regatten für jedes Boot gewann die Crew vom Segel- und Motorboot Club Überlingen in der 1. Bundesliga und das ganz junge Team des Konstanzer Yacht Clubs in der 2. Bundesliga. Immerhin noch in der ersten Hälfte konnte sich der Württembergische Yacht-Club WYC mit Platz 8 und der Lindauer LSC mit Platz 9 in der 1. Liga behaupten und mit Platz 10 liegen die Überlinger vom BYCÜ im Mittelfeld.

Der Segel-Gross-Event am Chiemsee begann am Freitag mit Schneefall und einer leichten Verzögerung denn es gab kaum Wind, dafür war es kalt. Die Konstanzer Jungs gaben sich als Motivation das Ziel, möglichst schnell wieder zurück ins warme Zelt zu gelangen. Das Highlight dieses Tages war für die Konstanzer ein Start auf Steuerbordbug, der immer riskant ist, denn auf diesem Kurs muss allen anderen ausgewichen werden; aber es gelang ein Start-Ziel Sieg. Ein weiteres Highlight, das alle Teams ungeachtet des Wettbewerbs auf dem Wasser wieder einte war der Pastaabend. Der darauffolgende Samstag zeigte sich dann mit optimalen Leichtwetterbedingungen und die beiden gewinnenden Bodensee-Teams konnten mit einer Serie von ersten Plätzen in verschiedenen Läufen wertvolles Selbstbewusstsein gewinnen. Bei später einschlafendem Wind segelte man etwas vorzeitig direkt zum Freibier. Der Sonntag schliesslich brachte eine gute Thermik mit zunehmend Wind und schwierigen Bedingungen mit drehenden Winden. Es war ein Tag, an dem richtig gekämpft werden konnte und Schoten blitzeschnelle zu bedienen waren. Auf den Kursen mit achterlichem Wind wird hier auch der grosse Gennaker gesetzt, was ebenfalls in Sekunden gehen sollte. Sebastian Uecker vom KYC rupfte ihn einmal mit dem erforderlichen Elan hoch und die Klemme riss hierbei ab. Die allseits präsente Jury hat hierfür eine korrigierende Wiedergutmachung angesetzt. Am Ende wurde es in der 1. Bundes-Segelliga recht knapp, jedoch gewann das Überlinger Team punktgleich vor dem zweitplatzierten Wassersport-Verein Hermelingen Das junge Konstanzer Team, das sich aus Mitgliedern der selbstständigen Jugendabteilung SSCK zusammensetzt, konnte dagegen einem komfortablen Abstand von 6 Punkten heraussegeln und freut sich über das Ergebnis wie ein Schneekönig. Der Betreuer der Konstanzer Segler, Christian Rau, äußert sich ebenfalls sehr zufrieden und meinte, dass das Team auch im letzten Jahr gute Regatten segeln konnte, jedoch wohl manchmal nervlich nicht die Konstanz aufbringen konnte. Hier scheint es hilfreich, dass sich die Mannschaft (Felix Schrimper an der Pinne; Johannes Voigt (Taktiker), Noel Beck und Dominik Maier-Ring (Focktrimm) und Sebastian Uecker (Vorschiff) sowie Adrian Maier-Ring (in Priem diesmal ausgesetzt) nun in gleicher Besetzung einige Routine hat antrainieren können. Alle sind gespannt auf die Fortsetzung der zweiten kommenden Begegnung In Lindau Ende Mai. Insgesamt besteht die Bundesliga aus fünf Events auf verschiedenen Revieren an den Seen und der Küste Deutschlands.
Martin Rösch, Konstanzer Yacht Club

>> Weitere Informationen www.segelbundesliga.de

Vorbereitung für die Segel-Bundesliga–Saison: J70 Training am Gardasee

Der Konstanzer Yacht Club segelt in der Saison 2017 erneut in der 2. Segelbundesliga und auch dieses Jahr setzt er auf ein junges Team aus dem Schüler-Segel-Club Konstanz. Letztes Jahr wurde der Aufstieg in die 1. Bundesliga nur knapp verpasst und so sind die Erwartungen für die jetzt kommende Saison groß.

J70 Training am GardaseeDas erste Event dieses Jahres ist schon Ende April am Chiemsee. Höchste Zeit ins Training einzusteigen. Das fällt natürlich leichter wenn als Standort der Gardasee mit seinem schon deutlich milderen Klima lockt. So haben sich die fünf Konstanzer Jugendsegler um Felix Schrimper diese Gelegenheit vom 23. bis 26. März nicht nehmen lassen zumal sich mit neun Booten im Training wunderbare Vergleiche nicht nur im Bootshandling sondern auch beim Trimm und (wichtig!) in der Starttaktik möglich sind. Dominik Meier-Ring stellte hierbei selbstkritisch fest, dass gerade die Starts am Anfang „nicht so dolle“ liefen, aber man habe sich hier ungeahnt steigern können. Zwar war der beste Wind ausgerechnet am Abreisetag, aber die Sonne zeigte sich zuverlässig konstant und die leckeren Pizza am Abend belohnten jeden Tag.
Bundesliga Segeln ist enorm wettbewerbsintensiv und ein reines Training am Bodensee mit seinen häufigen Leichtwinden genügt nicht mehr als eine adäquate Vorbereitung. So freut sich nun das Team mit Felix, Johannes, Dominik und Sebi (siehe Bild) auf den Chiemsee Ende April und das dann nächste Event in Lindau.

Bericht von Martin Rösch

Der KYC beendet die Saison der 2. Segelbundesliga auf Rang 6.

In der 1. Segelbundesliga geht der Kampf um den Meistertitel noch weiter…

bild-2Heiße Zweikämpfe, knappe Abstände und Segelbedingungen vom Feinsten, das war die Deutsche Segel-Bundesliga dieses Wochenende in Kiel. In der 1. Liga gewinnt der Deutsche Touring Yacht-Club vor dem Norddeutschen Regatta Verein und dem Bayerischen Yacht-Club. Das Buhlen um den Meistertitel geht damit in die nächste Runde, denn es ist noch alles offen. Für die 2. Liga brachte Kiel bereits die Saison-Entscheidung: Die Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“, der Hamburger Segel-Club und der Schweriner Yacht-Club steigen direkt auf und segeln damit 2017 in der 1. Segel-Bundesliga.

1.Segel-Bundesliga
Die Erstligisten lieferten sich in Kiel wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erneut zeigte der Deutsche Touring Yacht-Club seinen Verfolgern, wo der Hammer hängt. Das Team um Julian Stückl, Patrick Follmann, Jonas Vogt und Luis Tarabochia präsentierte sich gewohnt (nerven-) stark und überzeugte mit konstanten Leistungen und einem kühlen Kopf. Er gewinnt vor dem Norddeutschen Regatta Verein und dem Bayerischen Yacht-Club.

„Wir sind super happy, dass es hier in Kiel wieder geklappt hat, denn es sah zwischenzeitlich nicht so aus. Wir haben ein großes starkes Team aus dem wir schöpfen können und sind vielleicht auch deshalb so stark“, so Jonas Vogt vom Deutschen Touring Yacht-Club.

Der Lindauer Segler-Club (aktuell Tabellendritter) schwächelte in Kiel und belegte nur Platz 14. In Sachen Meistertitel ist weiterhin alles offen, denn der Tabellenerste, der Deutsche Touring Yacht-Club, bleibt für seine Verfolger weiterhin einholbar (elf Punkte Vorsprung zu Platz zwei). Das verspricht ein Finale mit Nervenkitzel.

„Es ist ein gutes Signal für den Segelsport, dass mit der Deutschen Segel-Bundesliga ein weiterer Segelwettbewerb nach Kiel und dieses Mal sogar direkt in die Stadt geholt werden konnte. Wir freuen uns über das gute Abschneiden der Norddeutschen Clubs und würden es begrüßen wenn demnächst vielleicht einer dieser Clubs auf dem Podium steht“, so Minister für Inneres und Bundesangelegenheiten Stefan Studt. Der Lokalmatador, der Kieler Yacht-Club, belegt Platz sechs.

2. Segel-Bundesliga
Es lag Hochspannung in der Luft. Denn es war das alles entscheidende Wochenende für die 2. Segel-Bundesliga. Die Tabelle war dermaßen eng, dass jeder Punkt zählte. Am Ende entschied die Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“ das Wochenende haushoch für sich. Das Team um Gordon Nickel, Morten Nickel, Thomas Dehler und Nick Schlomka gewinnt in Kiel.

„Wir sind überglücklich, dass wir den direkten Aufstieg zurück in die 1. Liga gepackt haben. Wir hatten einfach einen guten Rhythmus hier in Kiel. Gepaart mit der guten Laune an Bord lief es einfach optimal“, so Gordon Nickel, Steuermann Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“.

2_bundesliga_2016_gesamt

Bundesliga-Event Travemünde

Derzeit liegt der KYC führend auf Platz 1 bei der 2. Segelbundesliga – wir freuen uns riesig mit unserem jungen SSCK-Team.
Hier ein kleiner Bericht von Johannes Voigt:
Freitag früh fuhren wir mit unserem Team-Auto, gestellt von Graf Hardenberg, in Konstanz los Richtung Norden. Erstes Ziel unserer Reise war wie gewohnt Stuttgart, um unseren vierten Mann Sebastian abzuholen. Gegen Abend kamen wir nach etlichen Staus und Baustellen endlich in Travemünde an.
Bei strahlendem Sonnenschein und einer leichten Seebrise konnten wir das Eröffnungsrennen für uns entscheiden und starteten voller Zuversicht in den dritten Spieltag. Mit auffrischendem Wind und einer sehr kurzen hohen Welle hatten wir zunehmend Probleme und konnten unsere Top Platzierung leider nicht halten. Auch als sich der Kopf und die Frustration einschalteten wurde das ganze nicht besser. Am Ende des ersten Tages ließen wir die Erfahrungen bei einem kühlen Bier noch einmal wirken und entwickelten mit Hilfe von Felix aus der BYCÜ Crew eine neue Strategie.
Gleich am nächsten Tag konnten wir dies perfekt umsetzen. Drei 1. Plätze in Folge und weitere Platzierungen in den Top 3. katapultierten uns vom 10. auf den 5 Rang, womit wir wieder in ernstzunehmender Schlagdistanz auf das Treppchen waren. Die Stimmung war an diesem Tag wieder auf dem Höchststand angelangt. Den Abend durften wir mit den anderen Teams, sowie der Organisation und der Regattaleitung, auf der Passat bei Speise und Trunk ausklingen lassen.
Am Montag, dem letzten Regattatag, war das übliche Warten auf Wind angesagt. Um 13:00 Uhr war uns der Platz in den Finals sicher und wir wollten unbedingt noch einmal aufs Wasser um unsere Platzierung eventuell noch etwas auszubauen. Mit dem erreichen der Finals übernahmen wir auch gleichzeitig die Tabellenführung der 2. Bundesliga, was unser eigentliches Ziel, den Klassenerhalt weit in den Schatten stellt.  Nach langem hin und her, vereinzelten Wind- sowie Flautefeldern, entschied sich die Wettfahrtleitung dennoch die Serie nach 11. perfekten fairen Flights abzubrechen. Dies war definitiv die richtige Entscheidung und somit lag ein wunderschönes Wochenende hinter uns. Die Organisation war wie gehabt Top und ließ kein Raum für Kritik und auch das Wetter zeigte sich bei der 127. Travemünder Woche von seiner schönsten Seite.

Besonderer Dank gilt unseren Sponsoren Gohm Graf Hardenberg, sowie Schwarz Aussenwerbungen ohne dessen tatkräftige Unterstützung  ein solches Event nicht in der Form möglich wäre.
Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Deutsche Segelbundesliga, welche uns immer wieder eine super Infrastruktur und natürlich auch die Boote zur Verfügung gestellt hat.

Im Segelsport sind sich die Nationen einig:

Zehn Länder gründen den Internationalen Segel-Liga Verband

Hamburg, 17. Juni 2016 — Was zurzeit an nur wenigen Stellen in der internationalen Politik gelingt, schafft der Segelsport kinderleicht. Die SAILING Champions League und offizielle Vertreter der Nationalen Segel-Ligen kamen in Hamburg am 17. Juni zu einer großen Gründungsveranstaltung zusammen. Sie gründeten den internationalen Segel-Liga Verband und stimmten damit der Vereinheitlichung des Regelwerkes im internationalen Liga-Segeln zu.

Zehn Vertreter trafen sich am heutigen Freitag in Hamburg, um die Gründung der “International Sailing League Association” zu vollziehen. Peter Wolsing (Dänemark), Edward Russo (Frankreich) und Roberto Emanuele de Felice (Italien) bilden den Vorstand.

„Dieser Entwicklungsschritt ist die logische Folge aus der stetig wachsenden internationalen Liga-Familie“, so Oliver Schwall, Gründer und Initiator des internationalen Segel-Ligasports sowie der Deutschen Segel-Bundesliga. „Wir schaffen damit stabile Strukturen, klare Regelwerke und eine Interessenvertretung. Nur so können wir das internationale Liga-Segeln in eine erfolgreiche Zukunft steuern“, erklärt Schwall weiter.

Der internationale Segel-Ligasport hat in den letzten Jahren einen noch nie dagewesen Zuspruch erlebt. Über 16 Nationen haben sich diesem Format bereits angeschlossen. Über 300 Vereine sind involviert und über 2.000 Segler kämpfen in mehr als 80 Liga-Veranstaltungen jährlich um den Titel des besten nationalen Yacht-Clubs. Die jeweils Besten der Länder qualifizieren sich dann für die SAILING Champions League, die in diesem Jahr in zwei Acts ausgetragen wird (St. Petersburg und Porto Cervo).

„Das Format des Liga-Segelns ist eines der größten Innovationen, die es in den letzten Jahren im Segelsport gab. Die Gründung eines internationalen Segel-Liga Verbandes ist der nächste logische Schritt“, so Peter Wolsing, Projektleiter der Dänischen Segel-Liga.

Rob Franken von der Niederländischen Segel-Liga sagte heute: „Dieses Format hat das Potential die Segelwelt komplett zu verändern. Es ist einfach zu verstehen, alle finden die Selben Bedingungen vor und es bietet ein enormes Medienpotential. Die heutige Gründung des Internationalen Segel-Liga Verbandes gibt dem Format den nötigen Rückenwind, um noch stärker wachsen zu können und inspiriert zudem weitere Clubs, Nationen und Segler in der ganzen Welt sich anzuschließen.“

Roberto Emanuele de Felice, Präsident der Italienischen Segel-Liga: “Wir sind stolz, dass die Idee des Liga-Segelns mit so viel Enthusiasmus gelebt wird. 2016 wird es mehr als 16 Nationen mit einem eigenen, etablierten Liga-System geben. Wir freuen uns, dass es hier und heute zur Gründung des Internationalen Segel-Liga Verbandes gekommen ist. Es ist Zeit den nächsten Schritt zu gehen und das Format weiter wachsen zu lassen.“

Nach reiflicher Überlegung wird der Internationale Segel-Liga Verband als eingetragener Verein nach deutschem Gesetz in Hamburg registriert. Mit der Mitgliedschaft in der “International Sailing League Association” bekennen sich alle Nationalen Ligen zur Einhaltung des Regelwerks und stellen somit die Eignung für die Qualifikation zur SAILING Champions League sicher. Die Konzeptwerft Holding GmbH, der Initiator des innovativen Segelliga-Formats hält weiterhin alle Rechte der SAILING Champions League inne.

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