Die erste und zweite Segel-Bundesliga hat einen sonnigen Auftakt am Bodensee erlebt. Je 18 Teams aus ganz Deutschland trafen sich in Friedrichshafen zu ihrem ersten Regatta-Event.

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Das Team vom Konstanzer Yacht Club um Felix Schrimper (blaues Boot) mit Crew Dominik Maier-Ring, Caroline Schrimper und Sebastian Uecker unmittelbar nach einem Start zur zweiten Segel-Bundesliga 2018 in Friedrichshafen am vergangenem Wochenende.

Während der Württembergische Yachtclub (WYC) die Organisation für die 1. Segel-Bundesliga verantwortet übernahm der Konstanzer Yacht Club (KYC) mit Wettfahrtleiter Christian Rau die Organisation der 2. Liga. In beiden Ligen konnten 36 Regatten gesegelt werden; jeder Club hatte zwölf Mal die Gelegenheit zum direkten Kräftemessen in einem Feld von jeweils sechs identischen J-70 Booten, die sich nur durch ihre Farbe unterscheiden.

In der ersten Liga gewann der norddeutsche Regattaverein (31 Punkte) und bester Club vom Bodensee war Gastgeber WYC mit einem respektablen 8 Rang (38 Punkte), während der Überlinger SMCÜ mit nur einem Punkt Abstand den 10.Platz belegte.

In der zweiten Liga gewann souverän die Seglergemeinschaft Lohheider See bei Duisburg (24 Punkte), Binnen­segler, die sich jedoch intensiv auf die Saison vorbereitet hatten. Der Überlinger BYCÜ belegte mit 34 Punkten einen famosen dritten Platz und mit nur drei Punkten mehr plazierten sich die Konstanzer vom KYC auf Platz 8.

Dies zeigt auch, dass die Leistungsdichte enorm angezogen hat. Oft waren alle sechs Boote innerhalb von 20 Sekunden an der ersten Wendemarke im Luv. Ein kleinster Fehler kostet meist schon einen Platz. Ein Knoten im Gennacker beim Setzen oder Halsen (das ist das bunte Segel auf den Kursen mit Wind von hinten) und sei es nur für ein paar Sekunden kann schon den Verlust von drei Plätzen bedeuten. Die Bemerkung eines Trainers im Nach-Briefing mit seiner Crew mag auch belegen wie optimiert heute in den Liegen gesegelt wird: „Also, Du hast dann den Gennacker gesetzt, richtig ?“ „Ja, hab ich“, die Antwort. „Du sollst aber nicht einfach den Gennacker setzen , du sollst explodieren dabei !“

Unter allen 36 Teams beider Liegen dominieren mit über zwei Drittel Mehrheit die norddeutschen Clubs und so ist die Anreise an den Bodensee für viele schon ein weiter Weg. Allerdings wurden sie mit schönstem Sonnenwetter und trotz kurzer Flautenphasen doch auch mit beständigen gutem Leichtwind-Konditionen belohnt. „Das ist ja eine tolle Wasserfarbe hier“, „Was eine Kulisse!“ „Süsswasser ist schon auch angenehm“ waren gehörte Bemerkungen von Teammitgliedern aus dem Norden. Eine grosse Zahl von Helfern, über 100 Personen, war im Einsatz um diesen gelungenen Event reibungslos abzuwickeln und so dürfte Friedrichshafen als ein versprechender Auftakt zu einer wettbewerbs­intensiven Saison zu werten sein.
Martin Rösch (Konstanzer Yacht Club)

>> Mehr Informationen unter: http://segelbundesliga.de/

Kurz vor einem der Start bei der zweiten Segel-Bundesliga 2018 in Friedrichshafen. Alle Crews wechseln bei jedem Lauf die Boote, die nur durch Ihre Farbe unterschieden sind.

Kurz vor einem der Start bei der zweiten Segel-Bundesliga 2018 in Friedrichshafen.
Alle Crews wechseln bei jedem Lauf die Boote, die nur durch Ihre Farbe unterschieden sind.

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Last Modified: April 30, 2018

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